Die schönsten Strände Sardiniens 2026
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Das Wichtigste in Kürze:
- Cala Goloritzé, La Pelosa und Cala Brandinchi gelten aktuell als die meistgenannten Top-Strände Sardiniens.
- Cala Goloritzé wurde 2025 als schönster Strand der Welt ausgezeichnet und ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar.
- Der Nordosten rund um Olbia bündelt über 20 Strände in maximal 45 Minuten Entfernung, darunter Cala Brandinchi und Grande Pevero.
- Sardinien zählt insgesamt über 300 Strände, von feinem weißen Sand bis zu dramatischen Kalksteinbuchten.
Sardinien ist mit über 300 Stränden eine der strandreichsten Inseln des Mittelmeers, und die Auswahl fällt entsprechend schwer. Zwischen den überfüllten Postkartenmotiven des Nordens und den einsamen Buchten des Ostens liegt eine erstaunliche Bandbreite: türkisfarbenes Flachwasser wie in der Karibik, senkrechte Kalksteinwände wie an der kroatischen Küste und feinster Puderzucker-Sand, der eher an die Seychellen erinnert als an Italien. Wer 2026 nach Sardinien reist, sollte wissen, welche Strände tatsächlich diesen Ruf verdienen und welche eher überschätzt sind.
Cala Goloritzé: der neue Spitzenreiter
Cala Goloritzé an der Ostküste bei Baunei wurde 2025 als schönster Strand der Welt ausgezeichnet, und diese Einordnung hat die frühere Rolle als Geheimtipp endgültig beendet. Der Strand liegt am Fuß eines steilen Kalksteinmassivs, aus dem ein markanter Felsturm herausragt, das Monte Caroddi. Das Wasser changiert zwischen Türkis und Tiefblau, gesäumt von weißem Kies statt feinem Sand.
Erreichbar ist die Bucht nur zu Fuß über einen etwa einstündigen Wanderweg ab dem Golgo-Plateau oder per Boot ab Cala Gonone. Genau diese Abgeschiedenheit macht den Reiz aus: Wer die Anstrengung in Kauf nimmt, erlebt eine Kulisse, die auf keinem anderen Strand der Insel in dieser Form vorkommt. Für Tagesausflüge mit Kindern oder wenig Zeit ist die Bucht dagegen ungeeignet, der Rückweg fordert Kondition.
La Pelosa: das türkise Postkartenmotiv im Nordwesten
Bei Stintino im Nordwesten der Insel liegt La Pelosa, seit Jahren einer der meistfotografierten Strände Sardiniens. Das Wasser ist so flach und klar, dass es über weite Strecken karibisch wirkt, dazu ein feiner weißer Sandstrand und der Blick auf einen vorgelagerten Wachturm aus dem 16. Jahrhundert. Genau diese Kombination aus Zugänglichkeit und Postkartenoptik erklärt die anhaltende Beliebtheit.
Der Preis dafür ist Andrang. In den Hauptmonaten Juli und August ist La Pelosa regelmäßig überfüllt, seit einigen Jahren gilt zudem eine Zugangsbeschränkung mit Ticketpflicht, um die empfindlichen Dünen zu schützen. Für alle, die früh am Morgen oder in der Nebensaison anreisen, bleibt der Strand trotzdem einer der schönsten der Insel. Wer Ruhe sucht, weicht besser auf die Nachbarbucht Le Saline aus, die ähnlich schönes Wasser bietet, aber deutlich weniger besucht ist.
Cala Brandinchi: Klein-Tahiti im Nordosten
Cala Brandinchi bei San Teodoro trägt seit Jahren den Beinamen „Klein-Tahiti“, und das aus gutem Grund: puderweißer Sand, seichtes türkises Wasser und ein Pinienwald direkt hinter der Düne sorgen für ein tropisches Bild, das man an der italienischen Küste nicht erwartet. Der Strand ist familienfreundlich, das Wasser fällt auf mehrere Meter hinaus nur langsam ab.
Die Lage im Nordosten ist zugleich strategisch günstig. Rund um Olbia liegen über 20 vergleichbar attraktive Strände innerhalb von 45 Minuten Fahrzeit, darunter Grande Pevero und Cala Capriccioli. Wer diese Region als Basis wählt, kann an einem Tag mehrere sehr unterschiedliche Buchten besuchen, ohne lange Fahrten in Kauf zu nehmen. Das macht den Nordosten zur praktischsten Wahl für alle, die nicht nur einen einzigen Strand sehen, sondern in wenigen Tagen einen Querschnitt der Insel erleben wollen.
Weitere Strände, die den Umweg wert sind
Neben den drei Spitzenkandidaten lohnt sich der Blick auf einige spezialisierte Ziele, die jeweils einen eigenen Charakter mitbringen:
- Is Arutas an der Westküste bei Oristano ist bekannt für seinen ungewöhnlichen Sand aus winzigen, gerundeten Quarzkörnern, die an Reiskörner erinnern. Naturschützer bitten ausdrücklich darum, keinen Sand mitzunehmen, da die Körnchen nicht nachwachsen.
- Cala Mariolu und Cala Luna, beide im Golfo di Orosei, sind wie Cala Goloritzé nur per Boot oder zu Fuß erreichbar und bieten dieselbe dramatische Kalksteinkulisse, allerdings mit unterschiedlichen Farbnuancen im Wasser.
- Tuerredda im Südwesten bei Teulada gilt als eine der schönsten Buchten der Südküste, mit einer kleinen vorgelagerten Insel und ruhigem, flachem Wasser.
- Costa Rei im Südosten punktet mit einem kilometerlangen, breiten Sandstrand, der auch bei stärkerem Andrang genug Platz für alle bietet.
- Spiaggia del Principe bei Porto Cervo liegt inmitten der exklusiven Costa Smeralda und verbindet feinen Sand mit einer Lage, die auch bei bewegter See relativ geschützt bleibt.
Jeder dieser Strände löst einen anderen Anspruch ein: Wanderfreudige finden im Golfo di Orosei ihre Abenteuerbucht, Familien mit kleinen Kindern sind an der Costa Smeralda oder in Costa Rei besser aufgehoben, und alle, die ein außergewöhnliches Naturphänomen sehen wollen, steuern Is Arutas an.
Welcher Strand zu welchem Reisetyp passt
Die Auswahl hängt stark davon ab, wie viel Aufwand man bereit ist zu investieren und wonach man wirklich sucht. Wer einen Tagesausflug mit dem Auto plant und maximale Bequemlichkeit will, liegt mit La Pelosa oder Cala Brandinchi richtig, beide sind mit dem Mietwagen direkt erreichbar und bieten Infrastruktur mit Parkplätzen und Bars in der Nähe. Wer dagegen für ein außergewöhnliches Naturerlebnis auch eine Stunde Wanderung oder eine Bootstour in Kauf nimmt, sollte Cala Goloritzé oder Cala Mariolu ansteuern, denn genau diese Anstrengung filtert die Massen heraus und sorgt für ein deutlich ruhigeres Erlebnis.
Für alle, die mehrere Strände in kurzer Zeit erleben wollen, ist der Nordosten um Olbia die klügste Basis, weil sich von dort aus in kurzen Fahrten eine große Bandbreite an Buchten erreichen lässt. Reisende, die eher die Westküste bevorzugen, etwa wegen kürzerer Anreise von Fähranlegern wie Porto Torres oder Olbia aus dem Norden, finden mit Is Arutas eine der originellsten Alternativen der Insel.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für die Strände Sardiniens?
Juni und September gelten als ideale Monate, da das Wasser bereits oder noch warm genug zum Baden ist, während die Strände deutlich weniger überfüllt sind als im Hochsommer. Juli und August bringen zwar die zuverlässigsten Wetterbedingungen, aber auch den stärksten Andrang, besonders an bekannten Stränden wie La Pelosa.
Muss man für den Zugang zu den schönsten Stränden Sardiniens zahlen?
An mehreren stark frequentierten Stränden wie La Pelosa gilt inzwischen eine Ticketpflicht zum Schutz der Dünen und des Ökosystems. An den meisten anderen Stränden, einschließlich Cala Brandinchi und den Buchten im Golfo di Orosei, ist der Zugang weiterhin kostenfrei, wobei Bootsausflüge oder organisierte Wanderungen separat bezahlt werden müssen.
Sind Cala Goloritzé und Cala Mariolu auch für Familien mit Kindern geeignet?
Beide Strände erfordern einen längeren Fußweg oder eine Bootsanreise und sind für kleine Kinder oder Personen mit eingeschränkter Mobilität eher ungeeignet. Familien mit älteren Kindern, die den Aufstieg schaffen, werden mit einer außergewöhnlichen Kulisse belohnt, für sehr kleine Kinder eignen sich Cala Brandinchi oder Costa Rei deutlich besser.
Welcher Teil Sardiniens hat die meisten Strände in kurzer Entfernung?
Der Nordosten rund um Olbia bietet die höchste Dichte an unterschiedlichen Stränden, mit über 20 Buchten innerhalb von 45 Minuten Fahrzeit. Diese Region eignet sich daher besonders gut, um an einem Kurzurlaub mehrere Strandtypen zu erleben, ohne lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen.
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