Die schönsten Strände Mallorcas im Überblick
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Das Wichtigste in Kürze:
- Es Trenc an der Südküste gilt mit rund 5 bis 7 Kilometern Länge als bekanntester Naturstrand Mallorcas, oft als „spanische Karibik“ bezeichnet.
- Caló des Moro wird in aktuellen Guides regelmäßig zur schönsten Bucht der Insel gekürt, ist im Sommer aber schon vor 9 Uhr überlaufen.
- Playa de Muro im Norden ist mit 5,5 Kilometern Feinsand der verlässlichste Familienstrand, flach und lange nicht so überlaufen wie die Foto-Hotspots im Süden.
- Wer Ruhe sucht, findet sie eher in Cala Mondragó oder Cala Agulla als an den meistfotografierten Buchten der Insel.
Mallorca hat weit über 200 Strände und Buchten, aber nur eine Handvoll davon taucht auf praktisch jeder Bestenliste auf. Das liegt selten am Zufall: Es Trenc, Caló des Moro oder Playa de Muro haben jeweils eine Eigenschaft, die sie unverwechselbar macht, sei es die Länge, die Wasserfarbe oder die Kulisse aus Kiefern und Kalkfelsen. Wer die Insel zum ersten Mal bereist, steht schnell vor der Frage, welcher dieser Strände tatsächlich zur eigenen Reise passt und welcher nur auf Instagram gut aussieht.
Es Trenc: der Klassiker im Süden
Es Trenc ist der Strand, mit dem die meisten Mallorca-Bildbände beginnen. Zwischen fünf und sieben Kilometern erstreckt sich feiner, heller Sand entlang einer Dünenlandschaft, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Das Wasser changiert je nach Lichteinfall zwischen Türkis und Smaragdgrün, was dem Strand seinen Ruf als „Karibik Mallorcas“ eingebracht hat.
Der Strand liegt unbebaut zwischen Ses Salines und Colònia de Sant Jordi, was ihn von den meisten hoteldominierten Küstenabschnitten unterscheidet. Genau das macht ihn im Sommer zum Ziel Tausender Tagesgäste, die frühmorgens aus Palma oder Cala d’Or anreisen. Wer über die Dünen läuft, merkt schnell, warum sich der Ruf über Jahre gehalten hat: Der Sand ist feiner als an vielen anderen Küstenabschnitten, das Wasser bleibt lange flach, und die Weite der Bucht nimmt selbst großen Besucherzahlen die Enge, die andere Strände auf der Insel kennzeichnet.
Caló des Moro: die meistfotografierte Bucht
Kaum ein anderer Ort auf Mallorca wird so häufig als „schönste Bucht der Insel“ beschrieben wie Caló des Moro im Südosten. Zwei Kalksteinklippen rahmen einen winzigen, hufeisenförmigen Sandstreifen, dahinter liegt Wasser in einem Türkis, das an Fotomontagen erinnert, aber echt ist.
Die Kehrseite dieser Popularität ist unübersehbar. Wer nicht vor neun Uhr morgens dort ankommt, findet weder einen Parkplatz noch einen ruhigen Platz auf dem wenige Meter breiten Sandstreifen. Der Abstieg über eine steile Treppe verstärkt den Engpass zusätzlich. Für einen kurzen Fotostopp am frühen Morgen lohnt sich Caló des Moro trotzdem, für einen entspannten Strandtag mit Kindern und Gepäck eignet er sich kaum.
Playa de Muro: der verlässliche Familienstrand
Im Norden der Insel, an der Bucht von Alcúdia gelegen, erstreckt sich die Playa de Muro über etwa 5,5 Kilometer. Feiner Sand geht in flach abfallendes, türkisblaues Wasser über, was den Strand zu einer der zuverlässigsten Adressen für Familien mit kleinen Kindern macht. Anders als die kleinen Buchten im Südosten bietet er genug Platz, dass sich Besucherzahlen auf der Länge des Strandes verteilen, statt sich auf wenigen Metern Sand zu stauen.
Hinter dem Strand liegt streckenweise Dünenvegetation, die zum Naturpark s’Albufera gehört und dem Küstenabschnitt eine ruhigere Atmosphäre gibt als vergleichbar lange Strände weiter südlich. Wer einen Tag ohne Parkplatzsuche und Menschentrauben verbringen will, aber trotzdem nicht auf Infrastruktur wie Liegen, Duschen und Strandbars verzichten möchte, ist an der Playa de Muro besser aufgehoben als an Caló des Moro.
Cala Mondragó: Naturpark statt Bettenburg
Cala Mondragó besteht eigentlich aus zwei benachbarten Buchten im gleichnamigen Naturpark an der Ostküste. Weil das Areal seit Jahrzehnten unter Schutz steht, blieb es von der Bebauung verschont, die weite Teile der mallorquinischen Küste prägt. Kiefernwald reicht bis an den Sand heran, das Wasser ist klar und ruhig, weil die Bucht gut geschützt liegt.
Der Naturpark-Status bedeutet auch, dass Parkmöglichkeiten begrenzt sind und in der Hochsaison früh ausgelastet sein können. Diese Einschränkung sorgt gleichzeitig dafür, dass Cala Mondragó nie so überfüllt wirkt wie Caló des Moro, obwohl beide Orte in Reiseführern ähnlich prominent auftauchen.
Platja de Formentor: Panorama statt Party
Die Playa de Formentor liegt am Fuß der gleichnamigen Halbinsel im Norden und wird von Pinienwald gerahmt, der bis fast an das Wasser reicht. Der Strand selbst ist schmaler als Es Trenc oder Playa de Muro, punktet dafür mit einem Panoramablick auf die schroffe Küste der Halbinsel, die zu den spektakulärsten Abschnitten der Insel zählt.
Das Wasser bleibt hier meist ruhiger als an offeneren Küstenabschnitten, weil vorgelagerte Klippen die Bucht abschirmen. Für einen Tagesausflug, der Baden mit einer Autofahrt durch eine der schönsten Landschaften Mallorcas verbindet, ist die Anfahrt über die kurvenreiche Straße zur Halbinsel Formentor fast so sehenswert wie der Strand selbst.
Cala Agulla und Cala Mesquida: die ruhigere Alternative im Nordosten
Wer die Fotomotive der Südküste kennt, aber die Menschenmassen meiden möchte, findet im Nordosten mit Cala Agulla und Cala Mesquida zwei Strände, die farblich mithalten können, ohne denselben Andrang zu erzeugen. Beide liegen eingebettet zwischen Dünen und Pinienhainen, das Wasser zeigt ähnliche Türkistöne wie an den bekannteren Stränden im Süden.
Cala Agulla ist mit rundem Kilometer Länge größer und dadurch etwas ruhiger verteilt, Cala Mesquida kleiner und bei Wassersportlern beliebt, weil hier häufiger Wind für Kitesurfen aufkommt. Für Reisende, die eine Basis im Nordosten der Insel wählen, sind beide Strände eine naheliegende Alternative zu den weiter entfernten Hotspots im Süden.
Sa Calobra: dramatische Kulisse statt klassischer Badestrand
Sa Calobra unterscheidet sich von allen bisher genannten Stränden dadurch, dass er weniger zum ausgedehnten Sonnenbaden als zum Staunen einlädt. Der kleine Kiesstrand liegt am Ende einer spektakulären Serpentinenstraße und mündet in die Schlucht Torrent de Pareis, deren senkrechte Felswände bis auf wenige Meter an das Wasser heranreichen.
Wer nach einem Strand mit besonderer Optik sucht, nicht aber nach einer Liegewiese für den ganzen Tag, findet in Sa Calobra einen der eindrucksvollsten Küstenabschnitte der Insel. Die Anfahrt selbst, ob mit dem Auto über die berühmte Straße oder per Boot von Port de Sóller aus, gehört für viele Besucher zum Erlebnis dazu.
Sant Elm: der Geheimtipp im Westen
Sant Elm liegt an der Westspitze Mallorcas und wird in Insider-Listen immer wieder als persönlicher Favorit genannt, obwohl der Ort touristisch deutlich kleiner ist als Alcúdia oder Palmanova. Der Strand selbst ist überschaubar, bietet aber einen Blick auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera, die als Naturschutzgebiet gilt und per Boot besucht werden kann.
Die Lage abseits der großen Ferienzentren sorgt dafür, dass Sant Elm auch in der Hochsaison ruhiger bleibt als vergleichbare Strände im Süden oder Norden. Für Reisende, die eine Basis im Westen der Insel wählen, ist der Ort außerdem ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Steilküste der Tramuntana.
Welcher Strand passt zu welchem Reisetyp
Nicht jeder der genannten Strände eignet sich für jede Reiseart gleich gut. Für einen kurzen Fotostopp am frühen Morgen ist Caló des Moro die richtige Wahl, wegen der geringen Größe aber ungeeignet für einen ganzen Strandtag mit Kindern. Familien mit kleinen Kindern sind an der Playa de Muro besser aufgehoben, weil das Wasser flach bleibt und genug Platz für Liegen und Sonnenschirme vorhanden ist. Wer Ruhe abseits der Hauptrouten sucht, findet sie eher in Cala Mondragó oder an der Playa de Formentor als an den meistfotografierten Buchten der Insel. Für einen Tag mit dramatischer Kulisse statt entspanntem Sonnenbaden lohnt sich die Fahrt nach Sa Calobra, trotz der kurvenreichen Anfahrt.
Häufige Fragen
Welcher Strand auf Mallorca ist am wenigsten überlaufen?
Cala Mondragó und Cala Agulla gelten als ruhiger als die bekannten Fotomotive im Süden, weil begrenzte Parkmöglichkeiten und die etwas abgelegenere Lage die Besucherzahlen natürlich begrenzen. Wer zusätzlich früh am Morgen anreist, findet dort auch in der Hochsaison noch Platz.
Ist Caló des Moro für Familien mit Kindern geeignet?
Der Strand ist sehr klein und im Sommer schon am frühen Vormittag überfüllt, was ihn für einen entspannten Familientag mit Kleinkindern ungeeignet macht. Für einen kurzen Besuch mit Fotostopp reicht die Fläche aus, für einen ganzen Strandtag mit Liegen und Ausrüstung eher nicht.
Muss man an Es Trenc Eintritt zahlen?
Der Strand selbst ist frei zugänglich, an den nahegelegenen Parkplätzen fallen jedoch Parkgebühren an, deren genaue Höhe je nach Saison und Betreiber schwankt. Wer die Kosten vermeiden möchte, kann alternativ mit dem Fahrrad oder per Bus anreisen.
Welcher Strand eignet sich am besten für einen Ausflug mit Wanderung?
Sant Elm im Westen bietet nicht nur Strand, sondern auch direkten Zugang zu Wanderwegen entlang der Steilküste der Tramuntana sowie Bootsausflüge zur vorgelagerten Insel Sa Dragonera. Auch die Playa de Formentor lässt sich gut mit einer Fahrt über die kurvenreiche Panoramastraße der Halbinsel verbinden.
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