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Der Strand von Binz

Strand von Binz von der Seebrücke fotografiert
Pixelteufel CC BY 2.0
Breite:ca. 30 m
Länge:5500 m
Land:Deutschland
FKK:ja
Sandfarbe:hell
Sandqualität:fein
WC:ja
Dusche:nein
Umkleidekabinen:nein
Einsamkeit:überfüllt
Wellengang:gering
Sauberkeit:Durchschnitt
Strände Guide - Bewertung:

Einer der beliebtesten Strände Rügens, hoch gelobt und doch manchem etwas zu perfekt – der Strand von Binz! Mit seinen ausgezeichneten Badebedingungen, der berühmten Binzer Strandpromenade und seinem Charme eines traditionellen Ostseebades zieht er Sommer für Sommer Scharen von Badegästen an. Etwas Vergleichbares sucht man auf der Insel Rügen ganz sicher vergeblich.

Wo genau verläuft der Strand?

Die Küste der Gemeinde Binz misst 13,8 km, und außer Strand gibt es hier nichts; mal abgesehen von einem 0,5 km langen Abschnitt, an dem die alte Kaimauer von Prora den direkten Zugang zum Meer verhindert. Allerdings ist nicht die ganze Küste mit Sandstrand gesegnet. Am nördlichen Ende der Bucht, vor Mukran, sowie ganz im Süden unterhalb der Steilküste ist es ziemlich steinig.

Nun ist aber, wenn vom Binzer Strand die Rede ist, meist der bewirtschaftete Abschnitt zwischen Kaimauer im Norden und Fischerstrand im Süden gemeint; eben jener, in welchem auch die Strand-Badeordnung der Gemeinde Binz ihre Gültigkeit hat. Dieses wunderbar feinsandige Stück Ostseeküste zwischen Strandzugang 1 und Strandzugang 74 misst ca. 5,5 km und soll auch der Themenschwerpunkt unseres Artikels sein.

Was erwartet dich am Strand von Binz?

Was den Binzer Strand von anderen Stränden Rügens abhebt, ist vor allem der Blick auf die stattlichen Villen und Hotels entlang der Strandpromenade, insbesondere dem imposanten Kurhaus von Binz, ein denkmalgeschütztes Grand Hotel, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. In vielen Villen an der Promenade haben Gäste aus ihrer Ferienwohnung auf Rügen einen herrlichen Blick auf den Strand. Und wie hätte es anders sein können? Eine hübsche Seebrücke macht das Image eines großen Badeortes komplett.

Während die meisten Strände Rügens außerhalb der Ortschaften liegen, spricht für Binz die direkte Ortslage und der Luxus der schönsten Strandpromenade Rügens. Außerdem muss man wissen, dass es sich um einen sehr gepflegten, kinderfreundlichen Strand mit allen erdenklichen touristischen Angeboten und besten Badebedingungen handelt. Darüber hinaus darf Binz sich bereits seit 1885 offiziell Ostseebad nennen. All dies wissen Badegäste aus ganz Deutschland zu schätzen und so ist der Strand meist voll wie ein Einkaufszentrum in der Vorweihnachtszeit.

Die Badebedingungen

Der Strand von Binz könnte zum baden nicht besser geeignet sein. Da gibt es mal ausnahmsweise rein gar nichts zu meckern!

  • geschützt durch die sichelförmige Bucht
  • ausgesprochen feiner, heller Sand
  • unter Wasser nur allmählich flach abfallend (viel Platz zum plantschen)
  • keine Steine (nördlich der Seebrücke)
  • sauberes Wasser, sauberer Strand (attestiert durch die Blaue Flagge)
  • bewacht durch die DLRG

Gelegentlich werden Quallen bemängelt, das scheint allerdings ein „Problem“ zu sein, unter dem alle Ostseestrände gleichermaßen zu leiden haben.

Angebote am Strand

Da Binz schon seit über 100 Jahren auf Strandbesucher eingestellt ist, hat sich auch hier die typische Palette an touristischen Angeboten etabliert, wie man sie von anderen großen Touristränden kennt. Dazu gehören natürlich

  • Bars/Bistros
  • Restaurants (an der Promenade)
  • Strandkörbe
  • Toiletten
  • mobile Eisverkäufer
  • Trampolin
  • Tretbootverleih
  • Segeln
  • Strandsport (Beachvolleyball, SUP, Kajak, Wasserski, Windsurfen)
  • Bananaboat, Donut (Reifen-Tubing)

Das nötige Kleingeld sollte man also dabei haben. Denn der Binzer Strand mit seinen zahlreichen Annehmlichkeiten will bezahlt werden. Leider sind die Preise auch nicht ganz günstig.

Strandkorb: 12,- € / Tag

Kurtaxe: 2,85 € / Tag

Parken: ca 12,- € / Tag (in zentraler Lage)

So kommen für 2 Personen schon mal knapp 30 € zusammen. Für Essen und Trinken sollte man ebenfalls etwas mehr Geld einplanen als anderswo.

Hundestrand

Nur 3 Hundestrände bei 74 Strandzugängen. Das könnte gerne mehr sein. Und wie immer liegen sie weit im Abseits. Man muss jedoch bedenken, dass Binz ein Badegroßbetrieb ist. Da wird genau kalkuliert, wieviel Fläche als Hundestrand ausgewiesen werden kann, bevor es unwirtschaftlich wird. Und wo es in der Hochsaison eng wird, muss leider auch etwas strenger reglementiert werden, als an den ruhigeren Stränden der Ostsee. Und noch ein Manko der Hundestrände: Sie sind vergleichsweise ungepflegt. Trotzdem kann man in Binz einen tollen Urlaub mit Hund verbringen, denn es gibt viel Wald und vor allem der letzte Hunde-Strandabschnitt (Prora) ist sehr schön.

Hunde sind (unangeleint) erlaubt am

  • Strandzugang 1 (steinig, nicht zu empfehlen)
  • Strandzugang 52 (Sand)
  • Strandzugang 73-74 (Sand, Tipp!)

An allen anderen Strandabschnitten dürfen Hunde nur von Oktober bis April angeleint ausgeführt werden. Außerdem wird für jeden Hund 1 € Kurtaxe pro Tag fällig.

FKK

An den großen Stränden Mecklenburg-Vorpommerns kann man davon ausgehen, dass es mindestens einen FKK-Bereich gibt. In Binz sind gleich 4 Strandabschnitte als FKK-Bereiche ausgewiesen. Der erste, bei Strandzugang 1, ist steinig, die anderen, bei den Zugängen 49-51, 61-66 und 72-73, dagegen schön feinsandig. Strandkörbe im FKK-Bereich gibt es am Zugang 49.

Um einer regelmäßig gestellten Frage vorzubeugen – Nimmt man die Strandordnung Binz wörtlich, so ist Bekleidung an den betreffenden Strandabschnitten sogar eindeutig untersagt. Im Gegensatz zu manchen anderen Ostseebädern macht die Gemeinde Binz dies ziemlich klar deutlich. Zitat:

„Der Strand ist eingeteilt in: … FKK-Strand – Baden und Sonnen nur für Gäste ohne Bekleidung … Die festgelegte Nutzung ist verbindlich und einzuhalten. (…) Vorsätzliche oder fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften … dieser Satzung sind Ordnungswidrigkeiten im Sinne des § 5 Abs. 3 KV M-V.“

Gleiches gilt für Nacktheit an den Textiler-Strandabschnitten. Nun ja…ist FKK an deutschen Stränden grundsätzlich obligatorisch, wenn ein Schild darauf hinweist? Oder müssen Badegäste vorab die jeweilige Strand- und Badeordnung studieren? Ich habe jedenfalls noch von keinem tatsächlich verhängten Bußgeld für unerlaubtes Tragen von Bekleidung gehört. Wer mehr weiß, ist herzlich eingeladen, die Kommentarfunktion zu nutzen 😉

Gut zu wissen

Heiraten am Strand möglich!
Heiraten außerhalb von Standesämtern ist ja in Deutschland nicht so leicht (vgl. unser Artikel Heiraten am Strand in Deutschland). Inzwischen finden aber immer mehr Küstenorte Wege, am Strand oder in Strandnähe Trauungen möglich zu machen. In Binz dient beispielsweise der, als Binzer-Ufo bekannte, Rettungsturm als Trauzimmer. Interessierte Paare können sich an das Binzer Standesamt wenden.
Bauordnung für Sandburgen!
Strandbesucher sollten ihren Kindern unbedingt die Strand-Badeordnung der Gemeinde Binz vorlegen. Wie sollten sie sonst wissen, dass Sandburgen nicht höher als 30 cm gebaut werden dürfen (Zollstock nicht vergessen!)? Löcher sind übrigens komplett verboten. Allerdings wird der entsprechende Paragraph nicht als Ordnungswidrigkeit angesehen (wie beispielsweise das Bekleidet-Sein im FKK-Bereich) und Verstöße werden nicht mit Geldbußen geahndet.
Lagerfeuer am Strand erlaubt!
Naja, mit einer Genehmigung natürlich nur und ausschließlich in den dafür vorgesehenen Bereichen. Aber immerhin – denn auch woanders werden Lagerfeuer am Strand streng reglementiert.
Binz hat auch Naturstrand!
Etwa 800 m südlich der Seebrücke endet der bewirtschaftete Strand und geht in einen Naturstrand über. Wegen der vielen Steine ist er jedoch weniger zum baden, als zum spazieren gehen (mit festem Schuhwerk) zu empfehlen. Und zwischen dem Binzer Ortsteil Prora und der Nachbargemeinde Sassnitz, genauer gesagt deren Ortsteil Mukran, liegt noch ein zweiter, weitläufiger Naturstrand, teilweise sogar feinsandig.

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Sandqualität:
Eintritt:
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Dusche:
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Einsamkeit:
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