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Der Strand von Livorno

Ein Strand bei Livorno
Aieie74 CC BY-SA 2.0
Breite:ca. 70 m
Länge:ca. 10 000 m
Land:Italien
FKK:nein
Sandqualität:fein
WC:ja
Dusche:ja
Umkleidekabinen:ja
Einsamkeit:einsam
Wellengang:mittel
Sauberkeit:sauber
Strände Guide - Bewertung:

An der italienischen Westküste, mitten in der Toskana, liegt die Hafenstadt Livorno. Das Stadtgebiet umfasst kaum nennenswerte Strände und so wäre es auch für gewöhnlich keinen Artikel hier im Blog wert. Wäre da nicht die endlos lange, feinsandige Bucht direkt an der nördlichen Stadtgrenze Livornos. Die Strände von Calambrone, Tirrenia und Marina di Pisa sind ausgesprochen weitläufig und bestens zum baden geeignet. Und so entwickeln sie sich langsam aber sicher zu einem echten Mekka für den Badetourismus.

Die Provinz Livorno erstreckt sich von der Stadt Livorno entlang der Küste bis weit in den Süden, einschließlich der Insel Elba. Vor allem südlich von Rossignano Marittimo gibt es zahlreiche breite und weitläufige Badestrände. In unmittelbarer Nähe der Stadt Livorno liegen jedoch nur 3 Strände, die alle der Nachbarprovinz Pisa angehören. Und um ebendiese soll es im Folgenden gehen.

Anfahrt von Livorno

Der Bus der Linie 10 braucht 20 Minuten von der Innenstadt Livornos bis zum Badeort Calambrone, 27 Minuten bis Tirrenia und 35 Minuten bis Marina di Pisa (Download-Link zum Fahrplan). Alle drei Orte liegen an der Küste des Thyrrhenischen Meeres und ihre großzügigen Strände gehen direkt ineinander über.

Bagni – Strände in privater Hand

Bevor man sich zu einem Badeurlaub in Italien entschließt, sollte man einmal von den Bagni gehört haben. Anders als in den meisten europäischen Ländern sind in Italien viele Strände in privater Hand. Offiziell heißen diese Strandbäder Stabilimenti Balneari, umgangssprachlich Bagni. Man kann einen solchen Strandabschnitt zwar ungehindert betreten, sein Handtuch ausbreiten darf man dort aber nicht. Dafür wäre auch gar kein Platz. Denn meist sind die Strände bis auf einige Durchgangswege mit Liegestühlen bestückt. Natürlich gibt es auch freie Strände in Italien, zwischen Livorno und Marina di Pisa sind diese allerdings rar. Wo man sich am liebsten niederlässt sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Vorteile

  • Die Strände der Bagni sind penibel gepflegt.
  • Es ist fast immer das komplette Angebot an touristischer Infrastruktur vorhanden (Liegestühle, Sonnenschirme, Umkleidekabinen, Toiletten, Duschen, Gastronomie, Badeaufsicht, Sportmöglichkeiten, Parkplätze u.v.m.).
  • Man kann davon ausgehen, dass die Badebedingungen einwandfrei sind (Sandstrand, keine gefährlichen Strömungen, ggf. Wellenbrecher).

Nachteile

  • Bagni kosten Eintritt, bzw. Leihgebühr für Liegeplätze.
  • Einsamkeit und Naturbelassenheit sucht man vergeblich.
  • Da es sich um Privatbetriebe handelt, unterliegen alle Gäste der individuellen Hausordnung des Strandbades (das Umziehen außerhalb der Umkleidekabinen ist beispielsweise meist verboten) und können ggf. auch rausgeschmissen werden.

3 Strände, 10 km Sand

Von Livorno aus Richtung Norden gehen die Strände von Calambrone, Tirrenia und Marina di Pisa direkt ineinander über. Mit Ausnahme des nördlichen Teils von Marina di Pisa sind alle feinsandig, es gibt überall zahlreiche Annehmlichkeiten und auch die kostenpflichtigen Bagni findet man an allen 3 Strandabschnitten. Bei Calambrone ist der Strand allerdings noch am ursprünglichsten. Hier sind noch die meisten Dünen und auch die meisten öffentlichen Strandabschnitte. Richtung Norden wird es dann immer urbaner und die Bagni beherrschen mehr und mehr den Strand. Gleichermaßen nimmt auch die Zahl der Badegäste zu. Sowohl in Calambrone, Tirrenia, als auch in Marina di Pisa gibt es touristische Angebote in Hülle und Fülle:

Was alle 3 Strände gemeinsam haben ist die fantastische Aussicht auf die Apuanischen Alpen. Und wer bis zum Abend bleibt kann die Sonne über dem Mittelmeer untergehen sehen.

Der Strand von Calambrone

Gleich hinter dem Industriehafen Livornos beginnt der Strand von Calambrone. Der südlichste Abschnitt der Bucht ist eher ungepflegt, voller Seegras und der Blick auf die Krananlagen des Containerhafens ist nicht jedermanns Vorstellung von einem Postkartenmotiv. Dafür ist es hier aber besonders ruhig und es muss kein Eintritt gezahlt werden. Ein perfekter Ort für Kitesurfer, die bei gutem Wind hier häufig anzutreffen sind. Und auch Hunde und deren Besitzer trifft man an diesem Abschnitt regelmäßig. Direkt hinter dem Strand beginnt auch schon ein Naturschutzgebiet von gut 23 000 ha (Karte), der Parco di Migliarino, San Rossore, Massaciuccoli. Es beginnt direkt an der Stadtgrenze von Livorno und erstreckt sich entlang der Küste über 30 km Richtung Norden. Genau wie am Nachbarstrand Tirrenia wurde ein Dünengürtel teilweise erhalten, der den Strand vom angrenzenden Ort und der Küstenstraße trennt. Direkt hinter der Küstenstraße grenzt das Wohngebiet mit seinen zahlreichen Ferienhäusern an. Auf der ganzen Länge des Strandes von Calambrone (ca. 3 km) findet man neben Bagni auch immer mal wieder einen freien Strand. Und es gibt sogar einen (kostenpflichtigen) Strandabschnitt, an dem Hunde ausdrücklich willkommen sind.

Der Strand von Tirrenia

Tirrenia ist ein Badeort durch und durch. Auf 3,5 km reihen sich über 30 Bagni, bzw. Hotelstrände aneinander. Der Strand ist durchweg feinsandig und breit. Freie Strandabschnitte sind hier kaum zu finden. In unmittelbarer Strandnähe erreicht man

  • einen Golfplatz,
  • ein Spaßbad/Aquapark,
  • und zwei Campingplätze.

Der Strand von Marina di Pisa

Fast der gesamte Strand der Stadt Marina di Pisa ist durch Wellenbrecher geschützt. Das macht ihn besonders kinderfreundlich, denn an der Küste nördlich von Livorno wird es ab und zu sehr windig und entsprechend hohe Brandung macht das Baden zum Wagnis. Im südlichen Bereich des Strandes ist der Sand noch fein. Hier löst ein Bagno das andere ab. Weiter nördlich wechselt die Strandbeschaffenheit zu grobem Kies. Außerdem grenzt hier der Strand direkt an die relativ viel befahrene Verbindungsstraße nach Livorno (SS224). Dafür wandelt sich der Strand von Marina di Pisa im Norden zu einem charmanten Stadtstrand mit diversen Bars, Restaurants, Souveniershops und, neben vielen sanierungsbedürftigen Gebäuden, auch einigen hübschen alten Hausfassaden. Der Strand ist im Stadtgebiet von Marina di Pisa allerdings nicht mehr in einem Stück durchgängig. Bei einem Strandspaziergang müssen hin und wieder die Schuhe angezogen und ein Stück Straße in Kauf genommen werden.

Alternativen zu den Stränden im Norden

Wer im unmittelbaren Stadtgebiet von Livorno baden gehen möchte, findet einige kleine Strände im Stadtteil Ardenza, beispielsweise den Spiaggia della Vela, den Spiaggia del Felciaio, den Spiaggia Tre Ponti sowie einige Bagni ohne Sandstrand. Die Stadtbäder haben zwar direkten Zugang zum Meer, der Liegestuhl steht jedoch auf Beton. Aber auch bei den oben genannten Stränden sieht es eher steinig aus. Sie sind allesamt sehr klein und haben kaum Annehmlichkeiten. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. So denkt man zumindest am Spiaggia della Vela, wo Liegestühle einfach im flachen Wasser aufgestellt werden.

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Sandqualität:
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