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Strandhaus ist nicht gleich Strandhaus

Reihenhäuser am Strand
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Strandhäuser sind so unterschiedlich, wie die Strände an denen sie stehen. Eine feste Definition gibt es nicht. Außer der direkten Nähe zum Strand haben die unterschiedlichen „Bauwerke“ nicht viel gemeinsam. Das Spektrum reicht von der mit Palmblättern gedeckten Hütte aus Strandgut in der Karibik oder der Südsee, über wetterfeste Anglerhütten in den nordeuropäischen Fjorden bis hin zu den Millionenvillen an den Hotspots von Florida oder Kalifornien. Selbstverständlich sind die Mietpreise auch entsprechend unterschiedlich. Wer direkt am Strand Urlaub machen will, muss sich im klaren über die Risiken sein.

Den Horizont erweitern

Morgens aufwachen, die Fenster weit öffnen und noch vor dem Frühstück ein erfrischendes Bad in kristallklarem Wasser nehmen. So stellt man sich einen Strandurlaub im Idealfall vor. Aber es gibt auch raue Strände, wo die See lautstark an hohen Klippen brandet. Strand bedeutet immer unmittelbare Nähe zur Natur. Wind und Meer hautnah erleben. Das kann aber bei schlechtem Wetter oft auch zu nah werden. Feste Siedlungen liegen nicht ohne Grund in geschützten Buchten. Strandhäuser sind ursprünglich meist zu Erholungszwecken gebaut und absichtlich fernab vom Trubel der Städte errichtet. Fernab von größeren Siedlungen bedeutet natürlich auch fernab von moderner Infrastruktur. Man muss also zumindest zwischen Strandhaus und Strandhütte unterscheiden.

Ozeantoilette in der Karibik

Ozeantoilette in der Karibik (San Blas Inseln)

In einem Luxusresort in der Karibik oder in der Südsee kann man Strandromantik pur erleben, ohne auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen. Nur wenige Kilometer weiter kann es aber durchaus passieren, dass der einheimische Vermieter auf die Frage nach Toilette und Badezimmer grinsend in Richtung Ozean zeigt. Vor der Buchung sollte man sich wirklich genau erkundigen, welchem Standard das Strandhaus entspricht.

Abgeschiedenheit erwünscht

Oft ist es auch die Witterung, die den ersehnten Strandurlaub in Gefahr bringt. Direkt am Strand bleiben eben nicht viele Schlechtwetteralternativen. In den Touristenhochburgen existieren meist noch Möglichkeiten, um auch bei schlechtem Wetter aktiv zu sein und den Urlaub interessant zu gestalten. Wenn das Meer sich von seiner ungemütlichen Seite zeigt, sind die Wege vom Strand zu alternativen Aktivitäten oft sehr weit. Auch als Selbstversorger muss man sich im Strandhaus auf lange Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants einstellen.

Campingstandard oder Luxusanwesen?

Dennoch ist ein Urlaub in einem Strandhaus immer ein besonderes Erlebnis. Wer die direkte Nähe zur Natur und zum Meer sucht, der wird mit besonderen Momenten belohnt, die eine „Hotelanlage mit Meerblick“ nicht bieten kann. Donnernde Brandung oder die absolute Palmenidylle kann man nur erleben, wenn man sich abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegt. Das Meer direkt vor der eigenen Terrasse ist ein Luxus, der entweder mit entsprechenden Mietpreisen, oder mit Campingstandard bezahlt werden muss. Bei schönem Wetter ein Traumdomizil, bei schlechtem Wetter kann es am Strand aber auch wirklich ungemütlich werden. Selbstverständlich gibt es auch die Strandvillen der Reichen und Schönen. Millionen Dollar teuer und mit Vollverglasung und beheiztem Swimmingpool spielt das Wetter kaum noch eine Rolle. Auch solche Strandhäuser werden von den Besitzern in der ungenutzten Zeit gern vermietet.

Einzigartige Atmosphäre garantiert

Wenn das Wetter mitspielt, ist ein Urlaub in einem Strandhaus angenehmer und naturverbundener als im Hotel. Mit einem gewissen Standard und der typischen Einrichtung kann aber auch schlechtes Wetter dem Strandhaus ein Flair verleihen, das durchaus romantisch ist. Man muss die Nähe zur Natur nur mögen und sich darauf einstellen. Bei Kurzurlauben oder verlängerten Wochenenden ist die Gefahr, durchgehend schlechtes Wetter zu haben natürlich höher. Zwei oder drei Tage Regen und Sturm sind im Jahresurlaub zu verkraften, können einen Kurztrip aber zur Totalpleite werden lassen. Vielleicht aber auch zu einem romantischen Wochenende zu zweit.

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