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Strände – Ausprägungen und Beschaffenheit

Vince Alongi CC BY 2.0

Strände sind flach ins Meer führende Uferabschnitte. Grundsätzlich wird zwischen Sand- und Steinstränden unterschieden. Die Sandstrände untereinander werden danach unterschieden wie grob- oder feinkörnig der dort befindliche Sand ist. Der Sand kann dabei eine unterschiedliche Färbung aufweisen. Für gewöhnlich ist dieser hellbraun bis weiß gefärbt. Auf Inseln mit vulkanischer Aktivität kann der Sand auch schwarz gefärbt sein. Besonders selten ist rosafarbener Sand. Dieser ist vor allem auf einzelnen Inseln der Karibik anzutreffen.
Ist die Körnung so, dass es sich um Steine handelt, spricht man von einem Kiesstrand. Für gewöhnlich werden zu touristischen Zwecken wie etwa zum Sonnenbaden Sandstrände bevorzugt. Unterschieden wird außerdem zwischen Stränden, die durch das Anspülen von Sand entstanden sind, und solchen die durch das Abspülen entstanden sind. Typische Merkmale für einen angespülten Strand sind breite Sandbänke. Durch Abspülung entstandene Strände fallen dagegen stärker zum Meer hin ab.

Meeresstrände in Deutschland

Die größten Strände befinden sich längs der Meeresküsten. So weist etwa der Sandstrand an den Küsten der Insel Usedom eine Gesamtlänge von mehr als 42 Kilometern auf. Er ist damit der längste Strand der gesamten Ostseeküste. Im Bereich der deutschen Nordseeküste wird dieser Rekord von der Insel Sylt gehalten deren Strand eine Gesamtlänge von knapp 40 Kilometern aufweist. Charakteristisch für die Nordsee sind außerdem wesentlich breitere Strände als sie im Ostseeraum anzutreffen sind. Dies liegt an den Gezeiten, welche an der Nordsee wesentlich ausgeprägter sind als an der Ostsee wo der breiteste, bei Warnemünde befindliche, Strand lediglich 150 Meter misst. In St. Peter Ording an der Nordsee hat der Strand dagegen eine Breite von gut zwei Kilometern. Charakteristisch für beide deutsche Küsten sind dagegen hinter dem Strand befindliche und mit Seegras bewachsene Sanddünen. Bei Dünen ohne Bewuchs handelt es sich meist um Wanderdünen. Bei diesen wird der Sand nach und nach durch den Wind weiter getragen sodass sich ihre Position Jahr für Jahr um mehrere Meter verschiebt.

Touristische Nutzung von Stränden

Der erste Tourismus an den Meeresküsten setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Bereits in dieser Zeit wurden von Urlaubern Orte mit großen Sandstränden bevorzugt. Dieser Trend hat bis heute angehalten. Denn Sandstrände bieten die meisten Möglichkeiten für eine touristische Nutzung. Beim Sonnenbaden werden auf Sandstränden keine Liegen benötigt. Weiterhin braucht man zum Baden im Meer keine Schuhe. Auch Strandsportarten wie Beach Volleyball und Beach Soccer lassen sich ausschließlich an Sandstränden ausüben. Dies gilt auch für das Sandsegeln und das Fahren von Kitebuggys. Für diese Form der Nutzung gibt es meist eigene Strandbereiche. In gleicher Weise werden für gewöhnlich separierte Bereiche des Strandes für textilfreies Sonnen- und Meerbaden oder das Betreten des Strandes mit Hunden ausgewiesen. Auch für den Familienurlaub mit Kindern bieten Sandstrände deutlich mehr Abwechslung als Kiesstrände etwa durch die Möglichkeit zum Bauen von Sandburgen.

Strände gibt es an unterschiedlichen Gewässern

Neben den Meeresküsten gibt es Strände auch an den Ufern von Seen und Flüssen. Während Strände an den Flüssen meist die Folge von durch den Fluss angeschwemmten Sand sind, gibt es an Seen oft nur künstlich angelegte Strände. Ein großer Vorteil von Stränden an Seeufern ist, dass man sich beim Baden keine Gedanken über die Gezeiten oder die Strömung machen muss wie dies an Meeren bzw. Flüssen der Fall ist. Außerdem bieten Seeufer, im Gegensatz zu Meeresstränden, häufig eine interessante Aussicht auf gegenüberliegende Küsten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Sandstrand in Lazise. Denn von diesem Strand aus hat man nicht nur den Blick auf das Wasser sondern auch auf die einmalige, den Gardasee umgebende Bergwelt.