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Sri Lankas Südküste entdecken

.shyam. CC BY-SA 2.0

Wem es im Urlaub um traumhafte tropische Strände, Wassersport und einzigartige Natur geht, der kommt um die Südküste Sri Lankas nicht herum. Obwohl Sri Lanka mit Bilderbuchlandschaften, artenreicher Flora und Fauna, und obendrein noch bestem Wetter gesegnet ist, kann man hier noch vergleichsweise günstig Urlaub machen. Insbesondere Essen und Trinken kann man hier reichlich, gut und günstig. Übernachtet wird vorzugsweise in Cabanas (einfachen Hütten direkt am Strand) und gereist wird per Tuk Tuk (dreirädriges Mini-Taxi), Bus oder man mietet sich ein eigenes Moped. Egal wie man es anstellt, man braucht nicht viel Geld dabei zu haben. Da Sri Lanka flächenmäßig etwa so groß ist wie Bayern, sollte man sich bei einem Besuch auf eine bestimmte Gegend beschränken. Insbesondere da man hier nicht so schnell voran kommt, wie man es vom deutschen Straßennetz gewohnt ist. Für gutes Wetter, Traumstrände und beste Tauch- und Surfbedingungen ist die Südküste des Landes ein Muss.

Strände

Die Strände von Sri Lanka sind (wie sollte es anders sein) feinsandige, tropische Traumstrände. Vor allem an der Südküste gibt es einige von Weltklasse. Während es im Südwesten eher lebhaft zugeht und die Küste touristisch gut erschlossen ist, findet man Richtung Osten immer öfter ruhige und völlig naturbelassene Abschnitte.

Unawatuna

Gleich in unmittelbarer Nähe der Stadt Galle liegt der Strand von Unawatuna. Durch zwei Korallenriffe geschützt, bietet er ausgezeichnete Schnorchel-, Tauch- und Badebedingungen. Auch Kinder können gefahrlos ins Wasser gehen. Inzwischen ist es leider nicht mehr ganz so ruhig, was das Besucheraufkommen angeht. Dafür ist der Strand gepflegt, und es gibt einige Restaurants. Auch Nachts ist in Unawatuna noch einiges los.

Tangalle und Rekawa

Wer es lieber etwas ruhiger mag, der sollte unbedingt die Strände bei Tangalle und Rekawa (ca 80 km östlich von Galle) besuchen. Hier sind die Wellen auch mal höher und somit die Bedingungen nicht immer kinderfreundlich. Dafür ist man mit etwas Glück auch mal ganz allein am Strand. Aber Vorsicht: Am Rekawa Beach sollte man sich rücksichtsvoll verhalten. Die Bucht ist ein Brutplatz für Meeresschildkröten.

Mirissa

Nicht ganz so beschaulich, aber immer noch ruhiger als in Unawatuna, geht es am Strand von Mirissa zu. Der Ort liegt auf halber Strecke zwischen Galle und Tangalle und war einst ein Mekka für Hippies und Aussteiger. Der Sandstrand ist nur etwa 500 Meter lang, bietet aber genügend Platz. Essen und Trinken kann man selbstverständlich auch. Für Schnorchler gibt es auf der Westseite der Bucht einige Korallen. Ein Besuch lohnt sich unbedingt.

Koggala

Volle Punktzahl für den Strand von Koggala! Feiner goldgelber Sand, Kokospalmen soweit das Auge reicht und relativ wenig Tourismus (siehe Artikelbild oben). Dabei liegt die Stadt nur ca 15 km östlich von Galle. Baden ist natürlich auch uneingeschränkt möglich. Und wenn man schon mal da ist, sollte man auch gleich noch den Koggala See im Hinterland erkunden.

Sehenswürdigkeiten

Yala-Nationalpark

Ein Muss auf jeder Reise durch Sri Lankas Süden ist auf jeden Fall der Yala-Nationalpark, ein ca 1500 km2 großes Naturschutzgebiet im Südosten des Landes. Wer möchte kann hier auch direkt im Park ein Bungalow anmieten. Erkunden darf man das Dschungel- Steppen- und Sumpfgebiet allerdings nur per Jeep und in Begleitung eines Parkführers. Auch wenn man wegen der Größe des Gebiets oft lange warten muss, um exotische Tiere zu Gesicht zu bekommen, lohnt sich eine Safari in jedem Fall. Vor allem wegen der ca 30 Leoparden, für die der Yala-Nationalpark berühmt ist. Und selbstverständlich gibt es noch einige andere wilde Tiere zu bestaunen:

  • Elefanten
  • Lippenbären
  • Goldschakale
  • Sambahirsche
  • Affen
  • Bengalenwarane
  • Tigerpythons
  • Sumpfkrokodile
  • Buntstorche
  • Ährenträgerpfauen
  • Rotgesicht-Malkohas
  • uvm.

Quelle: www.asien.net

 

Hikkaduwa

Zum Tauchen, Surfen oder zum Feiern sollte man nach Hikkaduwa kommen. Früher bekannt als Auswandererziel für Hippies, heute in der Hand von Backpackern und Surfern. Der charmante und lebendige Ort liegt nur 17 Kilometer nordwestlich von Galle und ist gut über die Schnellstraße erreichbar. Womöglich ein Grund, weshalb Hikkaduwa inzwischen eine echte Touristenhochburg ist. Selbstverständlich gibt es auch einen Strand – surfbare Wellen inklusive. Besonders der Strandabschnitt Wewala ist ideal zum surfen. Und die Bar Mambo Surf ideal um Surfer zu treffen oder einfach am Strand etwas zu trinken und die einzigartige Atmosphäre zu genießen. Die Unterwasserwelt ist allerdings nicht mehr ganz so unberührt und artenreich wie einst. Trotzdem lohnt sich ein Trip mit dem Glasbodenboot, oder auch ein Tauch- oder Schnorchelgang.

Koggala See

Direkt hinter der Küste bei der Stadt Koggala befindet sich ein See von ca. 4 km Durchmesser. Durch einen kleinen Zugang zum indischen Ozean mischt sich Salzwasser zu dem Seewasser. Erkunden sollte man den See auf jeden Fall per Boot (Ausflüge werden vor Ort angeboten), denn zum baden eignet er sich nicht. Angeblich leben Barracudas und Leistenkrokodile darin und auch das Wasser ist von zweifelhafter Qualität. Mit dem Boot kann man jedoch einiges entdecken. Neben Mangroven, Waranen und  exotischen Vögeln gibt es auch eine kleine Insel mit einem Mönchskloster, das besichtigt werden kann.

Stelzenfischer

Zwischen Koggala und Weligama kann man eine traditionelle Art des Fischens beobachten, die typisch für Sri Lanka ist. In Ufernähe sitzen die Fischer auf dem Queerbalken (= Petta) einer Holzstelze (= Ritipane), die senkrecht aus dem Wasser ragt (siehe Foto). Die Stelze ist unter Wasser in den Korallen verankert. Für Touristen ist dieser Anblick so exotisch, dass sich die Vermarktung von Fotosessions mit den Fischern zu einem lukrativen Geschäftszweig der Einheimischen entwickelt hat. Dies geht sogar soweit, dass viele Fischer offensichtlich gar keine echten Fischer sind, sondern lediglich auf ihren Stelzen posieren, um ein hübsches Fotomotiv abzugeben.

Aktivitäten

Was man machen muss: An den Strand gehen, baden und die Sonne genießen. Außerdem sollte man sich natürlich Sri Lankas Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen. Wem das aber noch nicht reicht, der hat die Wahl zwischen den verschiedensten Aktivitäten:

Surfkurs
Eigentlich ist die Ostküste für optimale Surfbedingungen berühmt. Aber auch in Hikkaduwa an der Südküste sind die Wellen gut und es werden Kurse angeboten. Wer es ernst meint, der meldet sich am besten gleich bei einem der Surf Camps an.
Ayurvedabehandlung / Massage
Hierzu sollte man am besten sehr viel Zeit mitnehmen und seinen Stress zu Hause lassen. Am besten man entscheidet sich gleich für eine Ayurveda-Kur in einem der Ayurveda-Hotels. Die meist sehr gut ausgebildeten Ärzte und die tolle Atmosphäre mitten in der Natur locken schon seit Jahrzehnten zahlreiche gestresste Europäer zur Ayurveda-Behandlung nach Sri Lanka.
Moped-Tour in die Berge
Die Straßenbedingungen lassen es auf Sri Lanka oft nicht zu, alle Ecken und Winkel mit dem Auto zu erreichen. Dies gilt vor allem für die zentrale Hochebene. Ein Motorrad ist hier definitiv das beste Fortbewegungsmittel. Auch wenn meist nur kleinere Roller angeboten werden. Sie tun es auch und kosten nur umgerechnet 3-4 €/Tag. Aber Vorsicht: Bei Regen lieber nicht in die Berge fahren – zu gefährlich!
Tour mit dem Glasbodenboot
Wer mal eine Tour mit dem Glasbodenboot im Mittelmeer gemacht hat, wird von den Eindrücken der Unterwasserwelt Sri Lankas begeistert sein. Die Riffe sind zwar aufgrund von Tsunami-Schäden und Tourismus nicht mehr ganz intakt. Für Neulinge lohnt es sich aber allemal. Möglichkeiten, eine Tour zu buchen gibt es an der Südküste z.B. in Hikkaduwa. Besser ist nur selber tauchen.
Tauchkurs
Auch zum Tauchen ist Hikkaduwa eine ausgezeichnete Wahl. Zum einen gibt es hier ein großes Angebot für den Tauchtourismus, zum anderen ist die Südküste Sri Lankas ohnehin die beste Wahl, wenn es um’s Tauchen geht. Beste Jahreszeit: März-April

Klima / Beste Reisezeit

Von November bis Mitte April ist die beste Reisezeit für einen Urlaub an Sri Lankas Südküste. Zwar muss das ganze Jahr über mit Regen gerechnet werden, dieser ist aber in der Regel schnell wieder vorbei. Oft handelt es sich um starke Gewitterschauer, die erst am Abend oder während der Nacht aufziehen. Von Mitte April bis Anfang Juni ist allerdings regelmäßig Dauerregen angesagt. Dafür braucht man sich um die Wassertemperatur keine Sorgen zu machen. Mit ca 27-29 °C herrscht das ganze Jahr über angenehme Badewannentemperatur. Ebenso mild sind die Temperaturen über Wasser. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit erfordert es allerdings für nicht tropenerprobte Europäer etwas Gewöhnung, mit dem Klima zurecht zu kommen.

MonatTemperatur (°C)SonnenstundenNiederschlag
(mm)
Regentage
TagNachtWasser
 Januar25,923278,0858
 Februar26,023278,8706
 März26,924288,91119
 April27,725297,920712
 Mai28,125296,529016
 Juni27,525296,518817
 Juli26,925286,516316
 August26,625286,518616
 September26,525276,325618
 Oktober26,324276,532318
 November26,124277,032116
 Dezember26,123277,017712