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Sonnenschutzcreme für’s Gesicht

Robert S. Donovan CC BY 2.0

Zu den Begriffen Sommer und Strand gehört Sonne nahezu automatisch dazu. Bei allem Schönen, dass die Sonne bietet, sollte jedoch auch an Schutz vor zu viel Sonnenstrahlung gedacht werden. Neben Sommerhüten und UV-Schutzkleidung, die besonders für Kinder nützlich ist, ist eine passende Sonnencreme von großer Bedeutung für Strandurlauber. Während die meisten Menschen an Sonnenschutzcreme für Schultern und Rücken denken, vergessen so manche, einen Sonnenschutz auf ihr Gesicht aufzutragen. Andere wiederum wissen nicht so recht, welche Art von Creme sie benötigen. In der Tat wartet die Pflegeindustrie mit derart vielen Artikeln auf, dass ein Überblick nicht ganz leicht fällt. Wir haben deshalb einige Fakten und Produkttipps übersichtlich zusammengestellt.

Wirkstoffe speziell für das Gesicht

Die Gesichtshaut hat andere Bedürfnisse als die an Beinen oder Bauch. Die normale Sonnencreme für den Körper sollte daher nur in Ausnahmefällen im Gesicht verwendet werden bzw. wenn man sehr unempfindliche Haut hat und sich an einem öligen Glanz im Gesicht nicht stört. Eine moderne Creme für den Sommer und das Gesicht sollte mindestens

  • vor vorzeitiger Hautalterung durch UV-Strahlen schützen
  • vor Hautkrebs durch Sonneneinwirkung schützen
  • gut verträglich sein

Spezieller Sonnenschutz für die Gesichtspartie beinhaltet oft auch Wirkstoffe, die die normale Tagespflege ebenfalls besitzt. Anti-Aging-Effekte oder die zusätzliche Versorgung mit Feuchtigkeit sind nette Boni, deren Wichtigkeit jede Anwenderin selbst beurteilen kann. Zur Entscheidung für ein Sonnenschutzprodukt ist es hilfreich, den eigenen Hauttyp zu kennen. Dabei hilft im Zweifelsfall eine Kosmetikerin.

  • Ölige Haut benötigt eine fettfreie Sonnenschutzcreme
  • Mischhaut profitiert von leichten Sonnenfluids
  • Trockener Haut hilft eine reichhaltige Creme

Unnötig sind dagegen Duftstoffe in der Sonnencreme, denn sie stehen im Verdacht, die Haut lichtempfindlich zu machen und zudem Allergien oder Pigmentstörungen auszulösen.

Bedarf richtig einschätzen, Risiken mindern

Die sogenannten chemischen Filter in konventionellen Sonnenschutzmitteln stehen ebenfalls im Verdacht, die Haut zu belasten. Sicherer sind diesbezüglich die mineralischen UV-Filter aus Titan- oder Zinkoxid. Diese wiederum hinterlassen mitunter eine gewisse Weißfärbung auf der Haut, allerdings mittlerweile weniger als noch vor einigen Jahren, da die Pigmente feiner geworden sind. Hier muss jeder für sich Prioritäten setzen – oder aber Produkte nutzen, die chemische und mineralische Filter kombinieren.

UV-Strahlung in verschiedener Stärke bekommen die meisten Menschen das ganze Jahr über ab, doch gilt es zu beachten:

  • Hierzulande im Sommer reicht eine Creme mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) 30.
  • Beim Strandurlaub (und in den Bergen übrigens auch) ist LSF 50 angebracht.
  • Umso größer der LSF desto höher das Allergie- und Hautreizungsrisiko.
  • Über dem LSF 50 ist der Gewinn an UV-Schutz verhältnismäßig gering.
  • Erneutes Eincremen ist alle zwei Stunden oder nach ausgiebigem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen nötig.
  • Wie lange man insgesamt gefahrlos in der Sonne sein darf, hängt vom LSF und dem Hauttyp ab.
  • Die Gesamtzeit in der Sonne wird ab der ersten Cremeschicht gerechnet.

Was die Lichtschutzfaktoren in der Sonnencreme eigentlich bedeuten, verdeutlicht folgendes Beispiel: Ein Erwachsener, der zehn Minuten in der prallen Sonne stehen kann, ohne dass seine Haut sich rötet, kann sich nach Auftragen einer Sonnenschutzcreme mit LSF 20 etwa 200 Minuten geschützt sonnen. Trägt er einen Sonnenschutz mit LSF 50 auf, kann er sich 500 Minuten lang sicher fühlen. Allerdings sollte man diese Zeit lieber nicht komplett ausreizen, da vielleicht zu dünn oder unregelmäßig eingecremt wurde. Zudem reagieren selbst Menschen mit dem gleichen Hauttyp unterschiedlich empfindlich auf UV-Strahlen.

lsf-formel

Eine gute Sonnencreme für das Gesicht finden und nutzen

Wer sich für eine Creme entschieden hat, kann diese meist um die zwölf Monate lang benutzen. Die Sonnenschutzfilter bauen sich nicht etwa mit der Zeit ab, doch kann es sein, dass Keime in eine offene Packung geraten sind. Wer einen ranzigen Geruch oder eine flockende Konsistenz bemerkt, sollte die Sonnencreme sicherheitshalber wegwerfen.

Beliebte und erprobte Sonnenschutzcremes für’s Gesicht, die sich gut für den Strandurlaub eignen, sind unter anderem die Folgenden:

  1. SWOX Face SPF 30: Eine Gesichtssonnenschutzcreme nicht nur für Surfer. Sehr haltbar bei Wassersport und schweißtreibenden Aktivitäten. Auch für empfindliche Haut geeignet, da parfüm – und alkoholfrei.
  2. Ocean Potion Anti-Aging Gesichtpflege mit LSF30: Zieht gut ein und verläuft nicht. Wasserfest und tierversuchsfrei. Lässt sich zudem gut verteilen und duftet angenehm.
  3. Piz Buin Allergy Lotion SPF 50+: Für sehr sonnenempfindliche Haut entwickelt. Wasserfeste und pflegende Textur. Klebt nicht, sondern zieht schnell ein, daher für Strand und Stadtbummel gleichermaßen geeignet.
  4. Ladival allergische Haut Gel für das Gesicht LSF 30: Ohne Parfüm, Fett, Farb- und Konservierungsstoffe. Ein leichtes Hydrodispersionsgel auf Wasserbasis mit Infrarot-A-Schutzkomplex gegen sonnenbedingte Hautalterung.
  5. Coola Mineral Face SPF 30: Ausschließlich mineralische Filter. Spendet dank Sheabutter Feuchtigkeit. Enthält mit Antioxidantien angereichertes Borretschsamenöl und Nachtkerzenextrakt, aber kein Parfüm.
  6. Vichy Capital Soleil Mattifying Face Fluid Dry Touch SPF30: Besonders geeignet für fettige oder zu Akne neigende Haut. Mattierende Flüssigkeit ohne Parabene, wasser- und schwitzfest.