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Schiff ahoi – Packliste für einen Segeltörn

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Gerade für Neulinge und die, die zum ersten Mal eine Reise auf dem Atlantik oder einem anderen Weltmeer in eigener Regie starten, kann eine grundsätzliche Packliste durchaus sinnvoll sein und spart meist Nerven und Zeit. Doch auch für erfahrene Seebären eignet sich der schnelle Blick auf eine fertig angelegte Liste, im Idealfall vielleicht sogar die vom letzten Törn, um auf See keine unschönen Überraschungen zu erleben.

Perfekt ausgestattet an Bord

Für den erfolgreichen Segeltörn sollte eine ganze Reihe an wichtigen Dingen bedacht werden. Unter anderem sind beispielsweise fehlende Ausweispapiere ein großes Ärgernis. Vor der Fahrt zum Hafen sollte die Reisetasche daher vorsichthalber noch einmal auf einen gültigen Personalausweis beziehungsweise Reisepass, die vorhandenen Bootsführerscheine, ein Sprechfunkzeugnis sowie einen Impfpass kontrolliert werden, aber auch ausreichend viel Bargeld, Kreditkarten und womöglich eine Auslandskrankenversicherung machen sich im Standardrepertoire gut. Die Kleidung an Bord hingegen darf etwas freier gewählt werden, sollte jedoch grundsätzlich sportlich und bequem sein und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Für die Arbeit an Bord eignet sich zudem leichtes Ölzeug, aber auch ein Regencape tut es zur Not. Wichtig sind außerdem möglichst rutschfeste Schuhe – dabei ist nach Möglichkeit auf helle oder weiße Sohlen zu achten, denn schwarzes Gummi hinterlässt unschöne Streifen an Deck.

Auch die Verpflegung sollte dazugehören, wobei sich insbesondere haltbare Lebensmittel eignen. Wer zudem ohnehin in Marinas zu Abend essen möchte, muss dementsprechend nicht so viel mitnehmen und kann außerdem auch zwischendurch in den Häfen einkaufen. Zudem sollte ein vernünftiger Vorrat an Trinkwasser zur Verfügung stehen. Einige Medikamente gegen übliche Beschwerden, aber auch Pflaster gehören zum Inventar. Ebenso sollte auch an ein wenig Unterhaltung gedacht werden, beispielsweise in Form von Musik, Schreibmaterial oder Kamera. Zur unbedingten Grundausstattung gehören daneben außerdem Rettungswesten, Taschenlampe, Isolierband, Klettergurt und passende Nachschlagewerke in Bezug auf Seemannschaft, Funk, Logbuch sowie Übungen und Manöver.

Entspannung auf dem Schiff und an den Küsten

Beim Segeln geht es jedoch nicht nur ums Arbeiten, gerade die angenehme Zeit des Nichtstuns an Deck hat ihren Reiz. Aber natürlich locken auch zahlreiche Buchten und Strände entlang der Route. Auch hier gehören ein paar Dinge zur Grundausstattung, um den Abstecher an Land unvergesslich zu machen. Wer also ein wenig Sonnenbaden möchte, sollte in jedem Fall an entsprechende Badesachen denken. Mit passenden Badeoutfits für die Saison 2014 liegt man dabei genau richtig. Aber auch Handtücher und ein Paar leichte Schuhe für den Strand gehören auf den Packzettel. Außerdem mit von der Partie sein sollten:

  • Sonnenhut oder Cap
  • Leichte Kleidung wie beispielsweise ein Wickelkleid oder lockere Shorts
  • Guter Sonnenschutz in Form von einer passenden Sonnencreme oder -milch sowie ein Sonnenschirm
  • Sonnenbrille
  • Vorher aufgeladene Geräte wie MP3-Player, Kamera und Handy
  • Ein wenig Verpflegung beispielsweise in Form von belegten Broten oder kleinen Snacks – Getränke nicht vergessen!

Planung ist alles

Nicht nur eine Inventarliste ist sinnvoll für den Trip über die Gewässer. Auch eine umsichtige Planung der Routen sollte für die Mannschaft und vornehmlich für den Kapitän dazugehören. Demnach sind also gute Seekarten des Segelreviers ein Muss, denn schließlich müssen Etappen abgesteckt und Entfernungen gemessen werden. Bei gecharterten Schiffen sind diese Karten selbstverständlich enthalten oder sollten es zumindest sein, häufig können die Segler jedoch nur auf grobe Abstandstabellen zurückgreifen – wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, kauft das Kartenmaterial besser selbst und erlebt so im Zweifelsfall auch keine Enttäuschung, wenn es schließlich an Bord geht. Aber auch davon abgesehen lohnt sich die umfassende Planung. Denn je nachdem, wo die Crew am liebsten ankern möchte, sollten auch entsprechende Plätze vorhanden sein. Das kann einerseits das gut geschützte und sichere Ankern in einer schönen, modernen Marina sein. Andererseits hat aber auch das Übernachten auf See einen ungeahnten Reiz. Ein geeignetes Hafenhandbuch ist daher durchaus sinnvoll.