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Sandstrand an der Adria – Kroatien vs Italien

Strand bei Split (Kroatien) © when_night_falls CC BY-ND 2.0

Das adriatische Meer, kurz Adria genannt, liegt im nordöstlichen Mittelmeer und erstreckt sich zwischen Italien und Kroatien. Mit einer Fläche von ca. 132000 km² ist es etwa doppelt so groß wie Bayern. Der Süden geht in das Ägäische Meer über, während es im Norden von der flachen Küste zwischen Venedig und Triest begrenzt wird. Die Adria ist ein beliebtes Urlaubsgebiet, wobei die italienische Westküste zahlreiche flache Sandstrände aufweist, die kroatische Ostküste jedoch überwiegend felsig und zerklüftet ist.

Italienische Küste – Touristenhochburg und Sandstrand

Entlang der italienischen Küstenlinie ziehen sich endlose Sandstrände und das flache, nur langsam an Tiefe gewinnende Wasser bietet ideale Bedingungen für entspannte Urlaubstage. Jedoch soll auch gesagt sein, dass sich kaum ein Sandstrand für erholsame Einsamkeit eignet. Denn die Touristenhochburgen sind allesamt in Reichweite. Sandstrände, die sich soweit das Auge reicht menschenleer in den Reiseprospekten präsentieren, sind im realen Alltag nicht selten mit unzähligen Strandkörben und Sonnenschirmen bevölkert, und natürlich mit genauso vielen Urlaubern. Wer sich vor Urlaubsantritt über die wahren Verhältnisse an seinem Sandstrand des Zielorts informieren möchte, kann dies relativ sicher bei Google Earth recherchieren. Da zeigt sich ein Abschnitt, wie beispielsweise der kilometerlange Strand bei Torre Pedrera nahe Rimini, im Luftbild mit hunderten geradlinig ausgerichteten Sonnenschirmen schon ein wenig bevölkerter als auf dem Foto im Prospekt. Die Sandqualität ist an den meisten Sandstränden als gut zu bezeichnen und auch die Sauberkeit lässt wenig zu wünschen übrig. Lange und feinsandige Sandstrände entlang der italienischen Küste sind beispielsweise:

Kroatien – Küstenlinie zerklüftet und felsig

Ganz anders geartet ist die Ostküste der Adria, die kroatische Küste. Hier sind Sandstrände eher eine Seltenheit, obwohl sehr schöne Strände auf der Insel Rab, vor Dubrovnik oder auf Brac auch hier die Touristen anlocken. Kroatien kann aber eher mit felsigen, einsamen Buchten und Nischen aufwarten, als mit kilometerlangen, feinen Sandstränden. Und auch hier wird bei den Angeboten großer Reiseveranstalter gerne getrickst wenn es um Bilder vom Strand geht. Dank Photoshop und geschickter Aufnahme wirken Strände auf Katalogfotos i.d.R. wesentlich feinsandiger als in der Realität. Viele Abschnitte vor Kroatiens Küste sind mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, dem Gütesiegel für Qualität des Wassers und geprüfte Sicherheitsvorkehrungen. Die kroatische Küste bietet viele kleine und größere Inseln, kleine Sandabschnitte und lange Kiesstrände. Auch hat das Hinterland einiges an Kultur zu bieten. Besonders Dubrovnik, die Stadt gehört zum Weltkulturerbe, ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Viele vorgelagerte Inseln bieten hervorragende Möglichkeiten zum Tauchen und Windsurfen, auch werden alle Arten von Wassersport angeboten. Wer sich für erholsame Einsamkeit mit oder ohne Kleider begeistert, der ist auf den Hölleninseln, einem umfangreichen Archipel vor Hvar, an der richtigen Stelle. Hier wechseln sich Kies- und Sandstrand ab und erlaubt ist so gut wie alles.
Sandstrände mit Urlaubscharakter entlang der kroatischen Küste sind beispielsweise:

  • Das Goldene Horn auf Brac
  • Auf der Insel Korcula
  • In der Kvarner Bucht
  • Auf Dugi Otok
  • Auf Krk
  • oder der Partystrand Zrcé

Umweltprobleme und Tourismus

Besonders in nördlichen Teil, geologisch bedingt mit einer Sackgasse zu vergleichen, ist die Adria vermehrt von Algen- und Quallenplagen bedroht. Gerade aber weil der Tourismus eine bedeutende Einnahmequelle ist, werden große Anstrengungen unternommen, um die Wasserqualität weitestgehend zu erhalten und das labile Gleichgewicht nicht umkippen zu lassen. Nicht nur die Schwerindustrie entlang des Flusses Po, sondern auch die vielen Häfen entlang der Küste bedrohen die natürlichen Reinigungskräfte des Meeres. Italien und Kroatien arbeiten hier Hand in Hand, um das Urlaubsparadies dieses Teils des Mittelmeeres zu erhalten. Alle Anrainerstaaten leben vom Tourismus und somit auch von der Adria. In regelmäßigen Abständen wird die Wasserqualität der Adria an über 100 festen Punkten überprüft und im letzten Jahr wurden nur vier Entnahmestellen als unzureichend eingestuft. 75% der Sandstrände wurden als gut oder sehr gut bewertet. Das zeigt, das die Bemühungen fruchten und die Adria auch in Zukunft mit sauberen Stränden und guter Wasserqualität punkten kann.