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Korsika einmal anders erleben – Mit Kanu auf dem Campingplatz

biajoe CC BY-ND 2.0

Tiefgrün schimmert das Wasser rund um Kajak und Kanadier. Durch die Luft sausen blaue Libellen und außer dem Plätschern des Wassers und dem Rauschen der Baumkronen ist Ruhe. Wer auf den korsischen Flüssen beim Kanuwandern unterwegs ist, kann die Langsamkeit entdecken und lässt alle Sorgen vom Wasser davon treiben. Nirgendwo gelingt das Abschalten besser, als auf einem Fluss – und Korsika hat viele dieser urwüchsigen Flusslandschaften, auf denen das Wasser trägt: Manchmal wild und ungestüm, manchmal ruhig und gemächlich. Auf einer solchen Tour lässt sich die Natur aus einer neuen Perspektive entdecken und verborgene Plätze erreichen.

Kanuwandern

Die meisten Flüsse auf der kleinen Insel im Mittelmeer bieten Etappen von etwa zehn Kilometern Länge zum Wasserwandern. Das ist für eine gemächliche Halbtages- oder Tagestour auf dem Wasser völlig ausreichend. Wer lieber eine Tour über mehrere Tage hinweg machen möchte, der weicht einfach auf das Meer aus. Gerade die Westküste Korsikas bietet mit ihren bizarren Felslandschaften und einsamen Küstenabschnitten eine unberührte Natur, die so kaum noch zu finden ist. Allerdings sollte auf dem Meer das Wetter niemals unterschätzt werden und in relativer Nähe zum Ufer gepaddelt werden. Denn hier gibt es nicht nur häufige Wetterumschwünge, sondern auch unberechenbare Strömungen im Wasser. Wer hier Wasserwandern will, der sollte die Tour gut planen: Oft findet sich auf mehreren Kilometern keine Bucht zum Anlanden und Halten. Außerdem ist in den dortigen Naturschutzgebieten das Übernachten streng verboten – bis zum nächsten offiziellen Campingplatz muss die Tour schon gehen. Ist jedoch das Wetter gut und die Ausrüstung wasserdicht im Boot verstaut, dann lässt sich der Golf von Porto, das Naturschutzgebiet Scandola oder die Küste im Südwesten von Korsika entdecken. Cap Corse und die Kreidefelsen von Bonifacio sollten wirklich nur dann mit dem Kanu umrundet werden, wenn das Wetter außerordentlich gut und möglichst windstill ist.

Fährverbindungen nach Sardinien und Korsika

Überfahrten vom Festland nach Korsika oder nach Sardinien werden von mehreren Fährgesellschaften angeboten. Je nachdem, welcher Abfahrtshafen bevorzugt wird, gibt es entweder französische oder italienische Häfen, von denen es Fährverbindungen nach Korsika und nach Sardinien gibt. Auch zwischen den beiden Inseln existieren Fährverbindungen, z. B. mit Corsica Ferries oder Sardinia Ferries. Alle Buchungen lassen sich bei den jeweiligen Anbietern bequem online vornehmen. Die Abfahrt ist in der Regel von folgenden Städten möglich:

  • Genua
  • Livorno
  • Savona
  • Nizza
  • Toulon
  • Marseille

Buchen lassen sich übrigens auch alle Strecken mit Fähren nach Sardinien.

Campingplatz auf Korsika

Auf der französischen Insel im Mittelmeer gibt es auf rund 180 Plätzen für Camping genügend Auswahlmöglichkeiten. Wer Camping mit Wasserwandern verbinden will, hat gerade rund um die Insel, dicht am Strand und mit dem Boot gut erreichbar, eine ausreichende Auswahl. Ein Campingplatz eignet sich entweder als Basislager, von dem aus das Kanuwandern rund um Korsika oder auf den Flüssen möglich ist, oder man zieht von Campingplatz zu Campingplatz. Wer dagegen keine Lust auf Camping hat, übernachtet einfach in einem Bungalow im Feriendorf. Auch hier gilt: Die Auswahl ist groß und wer einmal in einem so einfach wie geschmackvoll eingerichteten Bungalow in einem Feriendorf übernachtet hat, kommt immer gerne wieder auf die Insel, nicht nur zum Wasserwandern. Mit Küche, Wohn- und Schlafraum, ist der Bungalow in einem Feriendorf wie ein Zuhause.

Sehnsuchtsinsel Korsika

Korsika ist mehr als nur eine Reise wert: Vom Kanuwandern über Klettern bis hin zu Ski- und Badeurlaub ist alles möglich. Wenn die wilde Macchia blüht, lockt das milde Klima, welches dann hier herrscht. Dabei können die Gegensätze auf der Insel nicht größer sein. Während an den Stränden und in den Flüssen das Wasser schon warm genug zum Baden ist, tummeln sich hoch oben in den Bergen noch die Skifahrer im Schnee.