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Fuerteventura – Urlaubstipps abseits des Massentourismus

jfgornet CC BY-SA 2.0

Fuerteventura – die stille Insel oder auch Insel des ewigen Frühlings genannt, ist die zweitgrößte Insel der Kanarengruppe und liegt etwa 120 Kilometer westlich von Marokko. Die Gesamtlänge beträgt 100 Kilometer, mehr als 100.000 Bewohner bevölkern das Eiland und jedes Jahr kommen über zwei Millionen Besucher auf die Insel. Typisch für Fuerteventura sind die kilometerlangen Strände und die abwechslungsreichen Wanderwege, die auf unterschiedlichste Art erkundet werden können.

Die Anreise nach Fuerteventura

Die meisten deutschen Flughäfen bieten Direktflüge nach Fuerteventura an. Der Flughafen ist nahe Puerte Rosario, der Hauptstadt der Insel. Hier befindet sich das kulturelle und soziale Zentrum, fast 40 % der Bewohner leben in der Hauptstadt. Ein Linienflug nach Puerte Rosario dauert wenig mehr als vier Stunden und ist für etwa 200 Euro, Hin- und Rückflug, recht erschwinglich. Wer sich von den stark bevölkerten Hotelketten fern hält, kann einen sanften, naturnahen Urlaub im Landesinneren genießen.

Urlaubstipps für Sport und Fitness

Naturgemäß werden alle Arten von Wassersport auf einer Insel wie Fuerteventura angeboten:

  • Segeln
  • Surfen
  • Windsurfen
  • Tauchen
  • Schnorcheln
  • Kajak
  • Angeln
  • Hochseeangeln

Dank des allzeit milden Wetters, Fuerteventura kann mit 300 Sonnentagen im Jahr aufwarten, können aber auch alle anderen Outdoor Sportarten jederzeit ausgeübt werden. Sogar einen Golfplatz gibt es. Er liegt an der Westküste nahe La Pared.

Strände

Ein besonders familientauglicher Strand ist Playa Barca, Teil der Playas de Sotavento an der Südostküste von Fuerteventura. Bei Ebbe liegt eine ausgedehnte Wattfläche vor dem Sandstrand und bei Flut entsteht eine flache Lagune, die besonders von den ganz kleinen Touristen sehr geschätzt wird. Teile der Playas de Sotavento sind für den FKK-Urlaub freigegeben. Doch optimale Bedingungen und glasklares Wasser warten auch an anderen Stränden, beispielsweise am Playa de Ajuy mit seinem schwarzen Sand. Die Bucht an der Westküste gehört mit einer Länge von 220 Metern zu den kleineren Stränden Fuerteventuras. Interessant sind auch die Höhlen seitlich des Strandes, doch sollten sie nur mit festem Schuhwerk betreten werden.

Fast geheime Urlaubstipps

Eine Kamelsafari über die Insel kann in der Nähe von Coasta Calma gebucht werden. Hier ziehen die Wüstenschiffe auf abgelegenen Wegen und palmengesäumten Stränden in Richtung La Lajita. Sechs bis acht Tiere bilden dabei eine Karawane und die Touristen sollten eine Kamera griffbereit halten, denn es bieten sich immer wieder traumhaft schöne Aus- und Einblicke. Am Ziel kann der Zoo von La Lajita besucht werden, hier haben mehr als 300 Tierarten eine Heimat gefunden.

Die Reisebuchung

Je nach Art des Urlaubs empfiehlt sich ein anderer Reiseveranstalter. Wer beispielsweise ein Pauschalpaket bevorzugt kann mit Alltours Urlaub auf Fuerteventura machen. Die Flüge können von den meisten deutschen Flughäfen gebucht werden und Pauschalreisen beinhalten meist die Unterbringung in einem der größeren Hotels in Strandnähe. Für einen Urlaub auf dem Bauernhof (Agrotourismus) ist Toprural der wahrscheinlich wichtigste Anbieter. Und wer sich in Fuerteventuras wohl wichtigster Sportart, dem surfen, versuchen möchte, der kann sich bei der Otro Modo Surfschool in einem Surfcamp einquartieren lassen.

Das Inselinnere

Über die gesamte Länge der Insel zieht sich ein Bergrücken, der höchste Punkt ist Pico Jandia mit 807 Metern. Zahlreiche Wanderwege führen durch meist karge Vegetation, die ausschließlich aus Dickblattgewächsen und diversen Sukkulenten besteht. Viele Arten der Aloe sind vertreten, Agaven und Kalanchoen. Urlaubstipps für Wanderer: Die Insel kann wunderbar zu Fuß erkundet werden, aber auch auf dem Fahrrad. Zahlreiche Radverleihstationen versorgen den sportlichen Urlauber mit dem Nötigsten, auch Wanderkarten sind hier erhältlich. Außerdem kann das Inselinnere auch auf dem Pferderücken erlebt werden. Es werden Reitwanderungen angeboten, beispielsweise von El Cotillo, im Norden der Insel, aus.

Mehr als Sand und Meer

Im Nordwesten der Insel, nahe Tefia, befindet sich das Ecomuseo La Alcogida. Dieses Freilichtmuseum zeigt in liebevoll und stilgerecht restaurierten Bauernhöfen einen Einblick in die Kultur der Insel, ihre Lebensweise und traditionelle Handwerkskunst vor dem Einzug des Tourismus. Steinmetze und Stellmacher, Stickerinnen, Bäcker, Töpfer und die ortsüblichen Nutztiere bevölkern das „Dorf“. Auch Einwohner in der Inseltracht können dort hautnah erlebt werden. Das Ecomuseo bietet außerdem Workshops an und es können frische Töpferwaren und das köstliche Anisbrot, eine Inselspezialität, erworben werden.

Fuerteventura kann auf vielerlei Art erkundet werden. Zu Fuß auf den unterschiedlichsten Wanderwegen, auf dem Rücken von Pferden oder Kamelen. Mietwagen zu erstaunlich günstigen Konditionen sind an allen Hotels zu bekommen. Auch Fahrräder oder Motorroller werden angeboten. Die Insel bietet so viele unterschiedliche Aus- und Einblicke, dass ein einziger Urlaub gar nicht ausreicht. Nicht umsonst fliegen jedes Jahr mehr als 800.000 Urlauber allein aus Deutschland auf die Sonneninsel der Kanaren, gut 40% des gesamten Urlauberaufkommens. Fuerteventura ist eine der Lieblingsinseln der Deutschen, nur vier Flugstunden entfernt und mit fast ganzjährig sonnigem Wetter gesegnet.