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Der FKK-Strand von Sankt Peter-Ording

Pfahlbau am FKK-Strand von St. Peter-Ording
H.P. Brinkmann CC BY 2.0
Land:Deutschland
FKK:ja
Sandqualität:fein
WC:ja
Dusche:ja
Umkleidekabinen:ja
Einsamkeit:einsam
Wellengang:stark
Sauberkeit:sauber
Strände Guide - Bewertung:

Unter den FKK-Stränden an Deutschlands Nordseeküste ist Sankt Peter-Ording der vielleicht Außergewöhnlichste. Hier, auf einer Sandbank fernab des Festlands, fühlt es sich ein wenig so an, als hätte man auf dem langen Weg zum Strand auch den Alltag weit hinter sich gelassen.

Der Strand von St. Peter-Ording

Zum Hauptartikel: Der Strand von Sankt Peter-Ording

Viele Neulinge am Strandzugang von Sankt Peter-Ording sind zunächst überrascht. Es ist nämlich kein Strand, um mal eben kurz ins Wasser zu springen. Eine Sandwüste mit bizarren Häusern auf Holzfpählen trifft es besser. Fußgänger und Fahrradfahrer benutzen einen der Holzstege, um zur Badestelle zu gelangen. Der Steg zum FKK-Strand ist knapp 600 m lang und bis zum Wasser kann es, je nach Wasserstand, noch einmal deutlich weiter sein. Leichtes Gepäck ist also zu empfehlen. In St. Peter-Ording darf man allerdings auch – und das ist eine absolute Ausnahme in Deutschland – am Strand Auto fahren; zumindest auf dem riesigen Strandparkplatz.

In Wassernähe stehen alle Gebäude, wie Restaurants, Toiletten oder DLRG-Häuschen auf Holzpfählen. Dies ist die einzige Bauweise, die dem stark variierenden Wasserstand gerecht wird.

Der FKK-Strandabschnitt

FKK hat in Sankt Peter-Ording eine lange Tradition. Die hüllenlose Freiheit darf man jedoch längst nicht im ganzen Strandgebiet genießen. Genau genommen ist die offizielle FKK-Zone nur ein Strandabschnitt der Badestelle Ording-Nord, die wiederum nur eine von 5 Badestellen auf der riesigen, 12 km langen Sandbank vor St. Peter-Ording ist. Nicht mehr als das Allernötigste also, gemessen an der enormen Sandfläche, mit der die kleine Gemeinde an der Spitze der Halbinsel Eiderstedt gesegnet ist. Und dennoch gibt es hier Platz wie sonst nirgendwo. Das Gebiet ist nämlich so weitläufig, dass FKKler sich auch außerhalb des ausgewiesenen Bereichs frei bewegen können, ohne gestört zu werden oder jemanden zu stören. Selbst ausgedehnte Spaziergänge über den nördlichen Teil der Sandbank (2-3 km) sind problemlos möglich.

FKK optional

Da Kleidung auch am FKK-Strand von Sankt Peter-Ording nicht verboten ist, sieht man häufig auch Textiler bzw. Halbtextiler (Frauen oben ohne) unter den Badegästen. Aber keine Sorge um ein Handtuchlager voller Bekleideter direkt neben dem eigenen: Dank des Platzangebots rückt sich hier niemand auf die Pelle und die üblichen jugendlichen Textiler stören nicht weiter.

Die Badebedingungen

Hinsichtlich der Badebedingungen macht der Strand von St. Peter-Ording keine Ausnahme unter den deutschen Nordseestränden. Wie gewohnt ist es über Wasser flach, unter Wasser flach und der Sand ist natürlich fein. Überall ist es ausgesprochen sauber und Steine braucht man beim baden nicht zu fürchten. Mehr Sorgen sollte man sich vor der Flut machen. Wie überall im Wattenmeer müssen auch am Strand von St. Peter-Ording regelmäßig nachlässige Touris von den Strandrangern geborgen werden. Vor jedem Spaziergang hinaus ins Watt ist der Blick in einen Gezeitenkalender angebracht.

Mit Wind sollte man übrigens bei jedem Strandbesuch rechnen, denn dafür ist die Schleswig-Holsteinische Nordseeküste bekannt.

Touristische Angebote am Strand

Für die üblichen Touriwünsche ist am FKK- und dem angrenzenden Textilstrand bestens gesorgt. In Reichweite befinden sich

  • Parkplätze direkt am Strand,
  • Gastronomie,
  • Toiletten,
  • Duschen,
  • WLAN,
  • Hundeauslaufzone (ohne Leinenpflicht),
  • Strandwacht,
  • Strandkörbe in regelmäßigen Abständen
  • und ein Spielplatz.

Wissenswertes

Umgebung uneingeschränkt sehenswert!
Auch abseits des FKK-Strandes hat St. Peter-Ording jede Menge zu bieten. Laufen, Fahrrad fahren oder Nordic-Walking durch den Nordsee-Fitness-Park, Seehunde und viele weitere Tiere im Westküstenpark bestaunen oder eine holländische Grachtenfahrt durch „Klein Amsterdam“, im nahe gelegenen Friedrichstadt – ein längerer Urlaub in einer Ferienwohnung in St. Peter-Ording lohnt sich ganz sicher.
Themenstrände geplant!
Ein feiner Sandstrand von gigantischer Größe bietet auch ein gigantisches ökonomisches Potential für den Tourismussektor. Deshalb wurde ein Strandkonzept erarbeitet, um sich in der Gunst der Besucher aus der Masse der Nordseestrände abzuheben (Artikel). Seit einiger Zeit setzen einige Küstenorte darauf, den Strand in thematische Abschnitte zu gliedern (siehe Göhren Nordstrand). Dies sorgt für weniger Ärger zwischen den verschiedenen Typen von Strandbesuchern, wie z.B. Familien, FKKler, Hundehalter, Raucher, Sportler oder Partygäste.
Hunde am Strand erlaubt!
An allen (!) Standabschnitten von St. Peter-Ording sind Hunde willkommen. Mit Ausnahme der 2 sogenannten Hundeauslaufzonen müssen sie jedoch immer angeleint bleiben.
Kleingeld mitbringen!
An einem solch großen Strand ist auch die Infrastruktur etwas teurer und muss durch die Besucher finanziert werden. Kurtaxe: 3 €, Parkplatz: 6 €, Strandkorb: 8 € …es läppert sich.
Benachbarte Textilstrände besuchen!
Nach St. Peter-Ording sollte man etwas Zeit mitbringen. Denn die Strände haben deutlich mehr zu bieten als Sand und Meer. Zu nennen wären da vor allem die verschiedenen Möglichkeiten des Strandsports, wie Surfen, Kitesurfen, Strandsegeln und Reiten am Strand.

Natur erleben

Kaum ein Reiseführer verpasst es zu erwähnen, dass die Küste vor Sankt Peter-Ording zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gehört. Wenn man bedenkt, dass so gut wie die gesamte deutsche Nordseeküste Nationalpark ist, ist das zwar kein Alleinstellungsmerkmal für Sankt Peter-Ording im Speziellen, den ökologischen Wert der gesamten Küstenregion mindert diese Tatsache aber in keinster Weise. Denn hier vor der Westküste Schleswig-Holsteins, wo ausgedehnte Sandbänke, Salzwiesen, Dünen und das Wattenmeer das Landschaftsbild bestimmen, kann man mehr Zugvögel beobachten als irgendwo sonst in Europa. Der gesamte Nationalpark ist deshalb Vogelschutzgebiet (Ramsar-Gebiet SH Wattenmeer und angrenzende Küstengebiete).

Auch Seehunde tummeln sich auf den Sandbänken vor der Küste. Die besten Chancen, welche zu Gesicht zu bekommen, hat man allerdings nicht beim Strandbesuch, sondern auf einer Schiffstour zu den Seehundbänken.

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