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Der Strand von Side

Martin Nikolaj CC BY 2.0
Breite:ca. 50 m
Länge:ca. 20 000 m
Land:Türkei
FKK:nein
Sandqualität:fein
WC:ja
Dusche:ja
Umkleidekabinen:nein
Einsamkeit:überfüllt
Wellengang:mittel
Sauberkeit:Durchschnitt
Strände Guide - Bewertung:

Die antike Hafenstadt Side an der türkischen Mittelmeerküste ist vor allem wegen ihres großzügigen Strandes zu einem der beliebtesten Badeorte des östlichen Mttelmeers geworden. Der Strand ist touristisch sehr gut erschlossen und nicht umsonst nimmt der Besucherstrom aus aller Welt stetig weiter zu. Auf der anderen Seite polarisiert der Strand auch wie kaum ein anderer in der Türkei, denn mit den zahlreichen Badegästen muss eine Kleinstadt wie Side erst einmal fertig werden.

Strand soweit das Auge reicht

Der Strand in der Region Side ist länger, als dass man ihn an einem einzigen Tag ablaufen könnte. Von der Altstadt aus lässt er sich am besten erkunden, indem man mit einem ausgiebigen Strandspaziergang in Richtung Westen, oder wahlweise auch Osten, beginnt. Die andere Seite nimmt man sich dann am besten für einen anderen Tag vor. Man kann zwar theoretisch auch alles zu Fuß erkunden, allerdings ist Side zu beiden Seiten der Altstadt mit ca. 10 km mehr oder weniger durchgehendem Strand gesegnet. Will man z. B. vom Hafen aus den ruhigsten und naturbelassensten Strandabschnitt ganz im Osten erkunden, würde sich eine Busfahrt anbieten.

So lang der Strand ist, so unterschiedlich ist er auch. Zwar gibt es keine kleinen Buchten oder zerklüftete Küstenlandschaft, sondern vorwiegend gradlienig verlaufenden, breiten Sandstrand, dabei wechselt aber immer mal wieder die Landschaft im Hintergrund. Während im Westen vor allem große Hotels stehen, hat man östlich von Side u. a. Blick auf alte Ruinen und Pinienwald. Der Strand wird vor allem auf der Westseite immer mal wieder von Hotels in Beschlag genommen. Er ist zwar durchgehend öffentlich, die Liegen und Sonnenschirme sind aber oft den Gästen des jeweiligen Hotels vorbehalten.

Die Handtuchdichte an Sides Stränden ist eher hoch. Wer einen einsamen naturbelassenen Strand sucht, ist hier definitiv falsch. Um dem Trubel etwas zu entgehen, kann man aber den Weg ganz nach Osten oder Westen auf sich nehmen. Ab einer Entfernung von ca 7 km von Side wird es merklich ruhiger. Hier stehen kaum noch Hotels und entsprechend weniger Badegäste sind anzutreffen. Der Strand ist dabei aber mindestens genauso schön.

Die Stadt Side

Die knapp 15 000 Einwohner große Stadt liegt an der türkischen Mittelmeerküste (Riviera), in der Bucht von Antalya. Die gängigste Anreise von Deutschland aus ist per Direktflug nach Antalya. Wer sparen möchte, kann derzeit mit sunexpress günstig in die Türkei reisen. Vom Flughafen aus sind es ca. 65 km bis nach Side. Pauschalurlauber werden für gewöhnlich direkt am Flughafen empfangen und mit dem Bus nach Side gefahren. Individualtouristen fahren mit dem Mietwagen direkt vom Flughafen aus an ihr Ziel oder nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel über Antalya und dann weiter Richtung Osten.

In Side angekommen findet man sich an einem Ort wieder, der eine Mischung aus antiker Hafenstadt und quirligem Badeort verkörpert. Die Stadt und ihre Einwohner lebt seit Jahren überwiegend vom Tourismus, was unschwer an den zahlreichen großen Hotelanlagen entlang der Küste zu erkennen ist. Die Bedeutung Sides in der römischen Antike ist heute noch an zahlreichen Ruinen erkennbar. Interessierte können beispielsweise die Hafentherme, die Säulen des Apollon-Tempels oder das antike Theater bestaunen.

Sandstrand

Ja, Side hat feinen Sandstrand. Er ist zwar nicht unbedingt schneeweiß, meist eher goldgelb bis leicht bräunlich oder rötlich, dafür aber überwiegend fein. Nur leider verhindert abschnittsweise immer wieder ein Streifen aus Kies den unbeschwerten Zugang zum Meer (siehe hier). Das soll aber nur ein kleiner Minuspunkt sein. Denn bei der beachtlichen Länge und Breite des Strandes bleibt genügend feiner Sand zum Handtuch ausbreiten, Sandburgen bauen, spazieren gehen, Füße im Sand vergraben, Beachvolleyball spielen und noch sooo vieles mehr. Und auch im Wasser geht es größtenteils feinsandig zu. Hat man Pech, und die Sandbeschaffenheit vor dem eigenen Hotel ist nicht so toll, dann kann man immer noch auf Badeschuhe zurückgreifen. Diese gibt es natürlich auch vor Ort überall zu kaufen. Oder man fährt ein Stück mit dem Bus entlang der Küste bis zum nächsten feinsandigen Strandabschnitt.

Das Wasser

Da es sich bei der Küste von Side nicht um eine weitgehend geschlossene Bucht handelt, gibt es keine Garantie für ruhige See. Bei anhaltend schlechtem Wetter kann es also auch vorkommen, dass hohe Brandung das Baden unmöglich macht. Da (in Maßen) hohe Wellen aber für manchen auch den absoluten Badespaß bedeuten, hält Sides Strand für jeden etwas bereit. Vor allem ist das Wasser aber im östlichen Mittelmeer noch ein paar Grad wärmer als beispielsweise auf den Balearen. Und die Badetemperaturen halten sich hier auch noch ein paar Wochen länger. Erst im November unterschreitet die Wassertemperatur die 20°C Marke und bereits im Mai übersteigt sie eben diese wieder. Außerdem ist das Wasser meist klar und sauber (ausgenommen nach starken Stürmen und Regenfällen). Zum schnorcheln taugen die Strände bei Side jedoch nur bedingt. Da die Meerestiere in Ufernähe kaum Felsen und natürliche Verstecke vorfinden, gibt es hier nicht viel zu sehen. Wenn dann sollte man in der Nähe der Altstadt sein Glück versuchen. Westlich der Altstadt kann man mit etwas Glück sogar mal eine Schildkröte zu Gesicht bekommen.

Touristische Angebote am Strand

Am Strand von Side bekommt man fast alles angeboten, was man auch von anderen touristisch erschlossenen Stränden kennt, und noch einiges mehr. Neben Kulinarischem gibt’s natürlich Sportangebote, sanitäre Einrichtungen, Ausflugsanbebote und Strandverkäufer. Hier eine (bei weitem nicht vollständige) Übersicht:

  • Parasailing
  • Tretboot
  • Bananaboot
  • Segel- und Surfschulen
  • Beachvolleyball
  • Touren mit dem Glasbodenboot
  • Bootstouren zu den Meeresschildkröten
  • Obstverkauf
  • Bistros, Restaurants und Cafés
  • Fladenbrotverkauf
  • Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih
  • Massagen
  • uvm

Die einzelnen Strandabschnitte

Der Übergang zwischen Side und seinen Nachbarorten ist fließend. Und auch an der Küste geht es mehr oder weniger nahtlos von einem Strandabschnitt zum nächsten über. Nur in der Mitte der etwa 20 km langen Strecke liegt die Altstadt von Side mit ihrem Hafen auf einer Halbinsel und zwingt den Strandspaziergänger dazu, sich auch mal wieder seine Schuhe anzuziehen. Geht man von hier aus Richtung Westen, passiert man die Strände der Orte Kumköy, Evrenseki, Colakli, Gündogdu (in dieser Reihenfolge). In Richtung Osten geht es über Sorgun und Titreyengöl, wo die Mündung des Flusses Manavgat dem Strand (und dem Strandbesucher) eine natürliche Grenze setzt. In der Mitte befindet sich, wie bereits erwähnt, die Halbinsel der Altstadt von Side mit Strandabschnitten zu beiden Seiten.

Side West

Unmittelbar im Westen der Altstadt liegt eine Bucht, die inoffiziell auch als Schildkrötenbucht bezeichnet wird. Für ca. 10 € pro Person werden von verschiedenen Stränden in der Nähe Bootstouren hierher angeboten. Es gibt allerdings keine Garantie dafür, auch Schildkröten zu sehen. Und hat man Glück, dann sieht man sie nur für ein paar Sekunden zum Luft schnappen an der Wasseroberfläche. Schon vielversprechender ist es da, sich mit dem Schnorchel auf Entdeckungstour zu begeben. Am Spätnachmittag und frühen Abend hat man die besten Chancen, da die Tiere tagsüber auf dem offenen Meer unterwegs sind.

Weiter Richtung Westen wird der Strand von Side immer breiter und es reiht sich ein Hotel an das andere. Hier gibt es alle erdenklichen Angebote für Groß und Klein. Der Strand ist überwiegend feinsandig und zum Meer hin ganz gemächlich flach abfallend. Entsprechend hoch ist das Touristenaufkommen.

Kumköy

Der Strand von Kumköy ist sehr breit, feinsandig und flach abfallend. Aufgrund der vielen Hotels in Strandnähe, ist es hier meist ziemlich voll. Allerdings ist auch das Angebot des täglichen Strandbedarfs entsprechend gut. Es gibt eine Badeaufsicht, Obstverkauf und natürlich Liegen, Sonnenschirme und alle erdenklichen Sportangebote. Im Wasser kann es stellenweise etwas steinig sein.

Colakli

Am Strandabschnitt von Colakli trifft man vermehrt auf Familien. Da das Wasser hier lange flach bleibt, eignet sich der Strand sehr gut für Kinder und Nichtschwimmer. Ein Spielplatz ist auch vorhanden.

Side Ost

Hier ist der Strand landschaftlich etwas schöner als westlich des Hafens. Im Hintergrund befinden sich Dünen und sogar einige Ruinen. Trotzdem ist der Abschnitt gut erschlossen und sehr gepflegt. Der Sand ist fein- bis grobkörnig und von goldgelber bis rötlicher Farbe. Es gibt wie immer Sonnenschirme und Liegestühle, aber auch Jetski, Parasailing, Wasserski und Bananaboat. Die Badegäste sind auch hier zahlreich.

Sorgun

Der Strand von Sorgun ist noch etwas grobkörniger als bei Side. Das Bild ist geprägt von langen Stegen, mit Strandliegen darauf. Hinter dem Strand blickt man auf Pinienwald und einige Hotels. Auch hier ist die touristische Infrastruktur gut. Beispielsweise gibt es Tretboote zu mieten, sowie eine Surf- und Segelschule.

Titreyengöl

Der letzte Strandabschnitt von Side aus Richtung Osten gehört zum Ort Titreyengöl. Hier geht es schon etwas ruhiger zu als weiter westlich. Vor allem ganz am Ende, wo der Strand immer schmaler wird und schließlich an der Mündung des Manavgat endet, kommt es einem schon mal gespenstisch leer vor. Am Ufer des Manavgat werden Touristen über kleine Holzstege auf Ausflugsschiffe verfrachtet. Die urigen Holzboote sind zumindest ein Foto wert, wenn man sich schon nicht zu einer Tour überreden lässt.  Während hier am Ende des Strandes keine Hotels mehr stehen und auch sonst nur Brachland im Hintergrund liegt, geht es im vorderen Teil noch wesentlich lebhafter zu. Es gibt eine Badeaufsicht, eine Segelschule, Massagen, Bananaboat, Fladenbrotverkauf und vieles, vieles mehr. Zum Wasser hin besteht der Strand zu großen Teilen aus Kies.

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