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Checkliste: Das Smartphone im Urlaub nutzen

mikecogh CC BY-SA 2.0 (bearbeitet)

Mobil erreichbar zu sein gehört heute für die meisten Menschen einfach zum Leben dazu. Im Urlaub braucht man nicht auf das lieb gewonnene Smartphone verzichten, wenn man ein paar Punkte zur sicheren Verwendung beachtet. Gerade für die Reise an exotische Strände gilt es manchmal Einiges in Sachen Handy und Erreichbarkeit vorzubereiten.

Internet- und Telefoniegebühren

Innerhalb der EU gibt es eine gesetzliche Kostenobergrenze von 59,50 Euro für das Datenroaming, die alle Netzbetreiber beachten müssen. Nutzer erhalten auf ihr Smartphone eine Warnung, wenn 80 Prozent der Kostenobergrenze erreicht worden sind. Sind 100 Prozent verbraucht, wird die Mobilfunk-Internetverbindung unterbrochen, sofern nicht ausdrücklich erklärt wird, dass die Nutzung fortgesetzt werden soll. Netzbetreiber außerhalb der EU sind nicht verpflichtet, Nutzungsdaten in Echtzeit zum lokalen Provider zu übermitteln. Wer sich in einem Urlaubsland befindet, in dem kein Provider in Sachen Kostenobergrenze kooperiert, erhält eine SMS diesbezüglich und sollte für Datenverbindungen lieber auf WLAN setzen. Für die klassische Handy-Funktion gibt es ebenfalls eine EU-Regelung: Das Telefonieren darf demnach nicht mehr als 0,29 EUR pro Minute kosten und für eingehende Anrufe im EU-Ausland dürfen nur 0,06 EUR pro Minute fällig werden. Pro gesendeter SMS dürfen maximal 7 Cent berechnet werden. Über die konkreten Kosten (auch außerhalb der EU) sollen die Provider per SMS beim Grenzübertritt informieren.

Quelle: www.computerwoche.de/a/kostenfalle-datenroaming-im-ausland,2538308

Schwankende Netzabdeckung in den Urlaubsländern

Mobile Geräte finden ein geeignetes WLAN im Urlaub vor allem in Hotels und Restaurants. Für das Telefonieren oder Datenroaming am Strand oder neben einer Sehenswürdigkeit wird allerdings nach wie vor ein gut funktionierendes Netz benötigt. Die Abdeckung im konkreten Reisegebiet hängt vom Provider vor Ort ab. An abgelegenen Stränden kann das Netz schon einmal ausbleiben, doch generell profitieren Touristen vom weltweiten Ausbau der Mobilfunkversorgung. Zur Sicherheit kann vor Reiseantritt der Suchmaschinen-Term „Netzabdeckung+Reiseland“ zur Recherche genutzt werden.

Handyversicherung: vor allem bei Auslandsreisen wichtig

Eine Versicherung für den Schadens- oder Verlustfall ist besonders bei teuren oder noch neuen Smartphones angebracht. Diese kommt zum Einsatz, wenn weder eine Haftpflichtversicherung noch die Herstellergarantie greifen. Man hat die Wahl zwischen Rundum-Paketen und spezifischen Policen. Wem erst unmittelbar vor Urlaubsantritt der Gedanke kommt, eine Handyversicherung abzuschließen, der sollte darauf achten, dass keine Karenzzeit in der Police enthalten ist. Eine gute Versicherung für das Handy zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch bei Diebstahl, Verlust, Stürzen und Fremdschäden zahlt. Es lohnt sich, die unterschiedlichen Anbieter zu vergleichen.

Quelle: www.handyversicherung.co/last-minute-handyversicherungen-fuer-den-urlaub

Navigations- und Übersetzungs-Apps

Wer sein Smartphone mit auf Reisen nimmt, kann es nutzen, um sich vor Ort besser zurecht zu finden, ohne schwere Wörterbücher oder Landkarten mitzunehmen. Zum Navigieren mit dem Auto oder zu Fuß eignen sich die kostenlosen Apps „Here Maps“ bzw. „Here Drive“ von Nokia und „Google Maps“ besser als viele Kauf-Apps. Die GPS-Nutzung benötigt allerdings viel Strom, daher sollte bei solchen Ausflügen das Ladekabel dabei sein. Um das Smartphone als Dolmetscher zu verwenden, kommen diverse Apps in Betracht, die zumindest kurze, prägnante Sätze fehlerfrei übersetzen. Der Nutzer spricht zumeist in einer Sprache in das Handy hinein, welches die Übersetzung danach als Sprachdatei ausgibt.

Weiterführend:

Outdoor-Tauglichkeit moderner Geräte

Für normale Smartphones, wie auch für andere technische Geräte, stellen Staub und Wasser eine große Gefahr dar. Direkt am Strand sind diese daher mit Vorsicht zu nutzen. Generell sollte das Handy nicht in der prallen Sonne liegen, da der Akku sowie die Mechanik Schaden nehmen könnte. Wer häufig Urlaub am Strand machen möchte, kann in ein Outdoor-Smartphone investieren. Dieses sollte eine IP-Zertifizierung aufweisen, bei der die erste Zahl darüber Auskunft gibt, wie hoch der Schutz gegenüber Fremdkörpern, etwa Staub oder Sand, ist. Die zweite Ziffer der Zertifizierung zeigt dagegen den Schutz gegen Wasser an, wobei eine höhere Zahl besser ist. Outdoor-Handys, wie die der Marke Bestore, sind nicht unbedingt teurer als die klassischen Smartphones, halten jedoch zum Teil Stürze und kurze Momente unter Wasser aus.

Steckdosenadapter und andere Akkulösungen

Wie auch bei anderen Elektro-Kleingeräten, die im Urlaub mitgenommen werden, so kann eine ausländische Steckdose auch das Aufladen des Smartphones unmöglich machen. Reisefreudige Menschen erwerben daher am besten einen globalen Adapter, mit dessen Hilfe sie künftig in allen Ländern ihren Fön, das Handy oder auch den Mp3-Player aufladen können. Dieses Problem ist weniger dringlich, wenn man mit dem eigenen Auto in den Urlaub fährt und über ein Kfz-Ladekabel verfügt. Dabei sollte das Handy allerdings nicht über Nacht am Kabel gelassen werden, sonst kann die Autobatterie am nächsten Morgen leer sein. Für das Aufladen beim Zelten und anderen Outdoor-Aktivitäten sind Solarzellen-Ladegeräte eine interessante Variante.