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Die Azoren – Urlaub auf den Inseln, die das Wetter schicken

Ulrich Thumult CC BY-SA 2.0

Die Inselgruppe der Azoren gilt immer noch als ein echter Geheimtipp unter Naturfreunden. In weniger als vier Flugstunden erreicht der sonnenhungrige Urlauber das Archipel im Atlantik, knapp 1400 Kilometer westlich von Portugal. Es sind die Azoren, die immer wieder gutes Wetter, in Form des sogenannten Azorenhochs, nach Deutschland schicken. Das Klima auf den Inseln selbst ist im Sommer wie auch im Winter ausgesprochen mild. Da die Inseln zu Portugal, und somit auch der Europäischen Union angehören, werden für den Urlaub weder Visum noch fremde Währung benötigt.

Urlaub auf subtropischen Inseln

Die Azoren bestehen aus neun Hauptinseln, die allesamt bewohnt sind:

  • Sao Miguel
  • Santa Maria
  • Faial
  • Pico
  • Graciosa
  • Sao Jorge
  • Terceira
  • Flores
  • Corvo

Sportliche Touristen schätzen die abwechslungsreichen Wanderrouten für jedes Schwierigkeitsniveau. Auf allen Inseln gibt es hinreichend markierte Trails und interessante Routen. Besonders auf Santa Maria führt eine empfehlenswerte Route vom Südosten der Insel, entlang der steil abfallenden Küste zum nördlichen Inselstrand, dem Baio Sao Lourenco. Entlang tiefgrüner Weinfelder, die gegen das Abrutschen in den blauen Atlantik mit Mauern aus schwarzem Vulkangestein geschützt werden, verbindet diese Wanderroute zwei der schönsten Strände auf den Azoren. Obwohl die Inseln vorwiegend aus Vulkangestein bestehen, sind doch einige sehr schöne Sandstrände zu verzeichnen. Viele Buchten werden von heißen Quellen auf angenehme Temperaturen erhitzt, so dass Schwimmen und Baden das ganze Jahr über Saison hat. Ausführliche Hinweise findet man bei azoren.net. Die Website bietet zudem Reise- und Wetter – Tipps für den Azoren-Urlaub.

Flores – feuchtes Klima im Blumenparadies des Nordatlantik

Etwas abseits der Hauptinselgruppe liegen Flores und Corvo, eigentlich gehören sie geografisch schon zur Nordamerika. Die beiden Inseln haben keinen internationalen Flughafen, sie können aber mit den häufig verkehrenden Fähren oder kleinen Inselflugzeugen erreicht werden. Flores hat etwa 4000 Einwohner und besitzt durch sein feuchtes Klima eine überaus prächtige und üppige Vegetation. Unzählige Grün- und Blautöne beherrschen das Landschaftsbild und die allgegenwärtigen Hortensien blühen so prachtvoll wie sonst nirgendwo. Wasserfälle, die sich an den Steilhängen Hunderte von Metern in die Tiefe stürzen, wechseln sich mit Hochmooren ab. Auf einer Höhe von etwa 600 Metern findet der Urlauber zahlreiche Kratersenken mit stillen und bei Nebel fast schon unheimlich wirkenden Seen von überirdischer Schönheit. Im südlichsten Ort der Insel, Lajes, kann ein Museum zur abwechslungsreichen Geschichte der Walfänger besichtigt werden und eine interessante Kirche mit einer durchgehend gekachelten Front. An der Inselspitze steht ein Leuchtturm, der mit einer Reichweite von 26 Seemeilen, der ankommende Schiffe in den sicheren Hafen führt.