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36 Tricks für einen entspannten Tag am Strand

Tony Peters CC BY 2.0

„Die Sonne brennt! Der Sand ist zu heiß! Die Limo ist warm! Das Handtuch ist voll Sand!“ Sobald wir die Zivilisation verlassen, ist es vorbei mit der Bequemlichkeit und für manchen kann ein Besuch am Strand zur echten Geduldsprobe werden. Doch wir Deutschen sind nicht nur gut im maulen und meckern. Nein – glücklicherweise sind wir auch begeisterte Problemlöser und lieben Erfindungen. Und wer nicht selbst zum Strand-MacGyver geboren wurde, liest sich eben schlau. Denn für fast jedes Strand-Problemchen findet man im Netz einen passenden Life-Hack.

Wenn mal wieder alles voller Sand ist

1. Spannbettlaken als Sandschutz

Bevor es erst soweit kommt gibt es einen tollen Trick. Mit einem Spannbettlaken als Strandtuch kann man sich vor dem heranwehenden Sand schützen. In alle vier Ecken wird ein schwerer Gegenstand gestellt und das Bund des Lakens nach oben gezogen. So entsteht eine Art Wanne mit Schutz zu allen vier Seiten.

2. Aufhängen statt vollsanden

Wer einen Sonnenschirm dabei hat, kann an den Streben einige Gegenstände aufhängen, die vor Sand geschützt werden sollen (z.B. Taucherbrille, Schnorchel, nasse Badekleidung). Ein paar Wäscheklammern können dabei ganz hilfreich sein.

3. Zip-Beutel als Handy-Schutz

Vor allem für technische Geräte sollte man Zip-Beutel dabei haben. So kann man beispielsweise das Smartphone während des ganzen Strandtages vor Sand schützen und trotzdem den Touch-Display bedienen. Natürlich kann man auch Fotos machen, selbst beim Badegang. Denn auch vor Spritzwasser schützt der Zip-Beutel einwandfrei. Wer unter Wasser fotografieren möchte, sollte aber lieber eine spezielle Handy-Hülle kaufen.

4. Körper richtig entsanden

Wenn es auf den Heimweg geht, soll natürlich nochmal der ganze Körper sandfrei werden. Dazu trocknet man sich am besten nach dem letzten Badegang gründlich ab, um dem Sand keine Chance zu geben, am Körper haften zu bleiben. Verlässt man barfuß den Strand, trocknen die Füße meist ganz gut auf dem Weg. Wer dann noch mit dem Auto am Strand ist, bewahrt darin am besten einen Handfeger auf. So kann man die letzten Sandreste von Füßen und Körper schnell und einfach abfegen.

5. Babypuder gegen Sand

Ein weiterer Trick, um den lästigen Sand vom Körper zu kriegen, ist Babypuder. Der besonders hartnäckige Sand lässt sich nach dem Auftragen von etwas Puder einfach leichter abschütteln.

Wenn Wertsachen unbeaufsichtigt gelassen werden

6. Beach Vault

Die Profilösung ist ein Strandsafe namens Beach Vault. Er wird unter dem Handtuch im Sand vergraben. Die Öffnung des Gefäßes ist jederzeit durch ein Loch im Handtuch zugänglich und wird durch ein Kissen versteckt. Wer keine 60,- $ für den US-Import ausgeben möchte, kann auch etwas Bastelarbeit investieren…

7. Wertsachen verbuddeln

Wichtigstes Strandutensil, das zahlreiche Aufgaben gleichzeitig erfüllt, ist der Zip-Beutel. Wertsachen rein, unter dem Handtuch vergraben und kein Dieb wird Handy und Co. jemals finden.

8. Strandsafe zum selber machen

Wem die Buddelei zu umständlich ist, sollte sich diese Anleitung zum DIY Strandsafe anschauen. Eine leere Cremetube bietet genügend Platz für die wichtigsten Gegenstände und ist dabei völlig unauffällig.

9. Die benutzte Windel

Zuletzt wäre da noch folgender Trick: Wertsachen in eine Windel legen, zusammenfalten und zukleben. Dieses Versteck lädt nun wirklich nicht zum darin herumstöbern ein. Es wäre aber denkbar, dass aufmerksame Langfinger Verdacht schöpfen, wenn sich kein Baby in der Nähe befindet, oder die Masche gar schon kennen.

Wenn das Eis kleckert

10. Muffin-Tropfschutz

Wer ein Muffin-Förmchen aus Papier über den Stiel des Eises steckt, behält garantiert saubere Hände. Auf diese Idee haben schon Generationen von Eltern gewartet.

Wenn’s unter den Füßen brennt

Na klar – gegen heißen Sand gibt’s doch Schuhe. Manchmal möchte man aber nur ein kurzes Stück heißen Sand überwinden und beim anschließenden Spaziergang im flachen Wasser oder nassen Sand keinen unnötigen Ballast dabei haben. Vielleicht hat man auch einfach mal wieder verpennt, seine Schuhe mitzunehmen und merkt plötzlich, wie es immer heißer und heißer unter den Füßen wird. Wenn dann der Weg zurück zum Handtuch längst zu weit ist, hat man nur noch eine Möglichkeit:

11. Stehen bleiben

…um die Fußsohlen etwas abkühlen zu lassen. Aber selbstverständlich nicht, bis die Sonne unter gegangen ist. Wer vorher ans Ziel kommen möchte, geht weiter, sollte aber nicht den Fehler machen, schneller zu werden oder zu laufen. Denn bei jedem Schritt ist der erste Kontakt mit der Sandoberfläche am schlimmsten. Ist der Fuß erstmal leicht eingegraben, geht es einigermaßen. Im schlimmsten Fall muss man also gaaanz langsam gehen. Außerdem sollte man nach steinigen Strandabschnitten Ausschau halten. Hier piekt’s zwar, man verbrennt sich aber immerhin nicht.

12. Aufklebbare Sohlen

Passionierte Barfußgänger müssen übrigens auch bei stärkstem Sonnenschein nicht wie auf heißen Kohlen laufen. Für das (fast) ungetrübte Barfuß-im-Sand-Gefühl gibt es aufklebbare Sohlen von der Firma NakeFit zu kaufen (7,50 € für 2 Paar).

13. Schuhe umdrehen

Und für alle Flip-Flop und Sandalen-Träger haben wir noch einen (nicht ganz neuen) Tipp. Nach dem Ausziehen werden sie falsch herum hingelegt. Denn auch die Schuhe können in der Sonne unangenehm heiß werden.

Wenn Sonne die Haut verbrennt

14. hilft Sonnencreme aus der Kühltasche,

…die Haut zu kühlen. Aber Vorsicht: I.d.R. verändert die Sonnencreme dadurch ihre Konsistenz (wird fester). Vermutlich eignet sich nicht jede Creme gleichermaßen.

15. UV Body Stickers

Eine kleine Innovation, um rechtzeitig an das Nachcremen erinnert zu werden, kommt aus den USA und heißt UV Body Stickers. Ein Aufkleber auf der Haut detektiert UV-Strahlung und erinnert durch einen Farbwechsel rechtzeitig daran, neue Sonnencreme aufzutragen.

16. Bohemian Beach Tent

Und wer hätte das gedacht – Schatten hilft auch gegen zuviel Sonne. Wer keine Kokospalme findet und auch keinen Sonnenschirm und keine Strandmuschel dabei hat, der kann sich ein tolles Sonnensegel aus einem großen Badehandtuch basteln. Aufbauvarianten gibt es dazu zahlreiche. Am besten geht’s mit etwas Kreativität und Inspiration. Was man aber auf jeden Fall dazu braucht, sind ein paar Stöcke, etwas Schnur und Zeltheringe (am besten Sandheringe, die braucht man auch für Nr. 21). Statt des Handtuchs kann man natürlich auch jedes andere große Tuch nehmen. Wer allerdings nach dem Abtrocknen sein feuchtes Badehandtuch als Sonnensegel benutzt (und sich solange auf ein Zweites legt), hat beim nächsten Badegang wieder ein trockenes Handtuch.

17. Kindlein in der Grube

Eine schnelle und einfache Lösung gegen die Überhitzung ist übrigens eine Grube im Sand. Die Methode eignet sich vor allem für Babys und Kleinkinder, die noch besonders empfindlich gegen Sonne und Hitze sind. Innerhalb weniger Minuten ist eine Grube ausgehoben, ein Handtuch darin ausgebreitet und das Kind hat den perfekten Platz für ein Mittagsschläfchen. Ok, ein Sonnenschutz gehört natürlich auch noch darüber.

Wenn der Strand nur vom Wasser zugänglich ist

18. Mit Rucksack schwimmen

Mitunter sind besonders schöne Strände oder Strandabschnitte nicht trockenen Fußes erreichbar. Das muss aber kein Hindernis sein. Denn mit einem wasserdichten Rucksack ausgerüstet, kommt man auch an Orte, die dem Ottobequemtourist für immer verborgen bleiben. Wer mit dem Rucksack schwimmen möchte, sollte beim Kauf auf eine IP66 Zertifizierung achten (gibt’s schon ab ca. 50,- €).

Wenn der Wind alles wegpustet

Um das Strandtuch auch bei Wind an seinem Platz zu halten, gibt es verschiedene Tricks. Neben dem offensichtlichsten, nämlich die Ränder mit Gegenständen zu beschweren, gibt es noch diese Möglichkeiten:

19. Mehrzweckstrandtuch

Auf alle vier Ecken des Strandtuchs werden Taschen genäht. Diese dienen einerseits als Sandschutz für empfindliche Gegenstände, andererseits kann das Tuch nicht mehr umher fliegen, wenn die Taschen gefüllt sind. Kreative Hobby-Textildesigner können auch gleich noch zwei Tragegriffe annähen und das Strandtuch zur Strandtasche machen.

20. Clip-Anker

Eine kommerzielle Lösung für das Wind-Problem gibt es aber auch. Sie ist so simpel wie genial. Clip-Anker für Strandtücher lassen sich an die Ecken des Tuchs klemmen und wie ein Zelthering im Sand befestigen (10,- €).

21. Strandtuch mit Heringen fixieren

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Ösen in alle vier Ecken des Tuchs zu schlagen. So lässt es sich ganz leicht mit Heringen im Sand fixieren (Material: Ösenzange, Ösen, Heringe).

22. Sonnenschirm kinderleicht eingraben

Und dann gibt es ja noch den Sonnenschirm, der gerne mal vom Wind weggepustet wird. Da hilft nur tief eingraben. Was jedoch so manchen Strand-Neulingen sichtlich schwer fällt. Da werden Löcher gebuddelt und Gummihammer eingesetzt. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Stange vom Schirm trennen und locker in den Sand stecken. Dann die Stange schräg (ca. 45°) stellen und das obere Ende mit großen Kreisbewegungen um die Spitze drehen. Dabei etwas Druck nach unten ausüben. Mit jeder Umdrehung gräbt sich die Stange tiefer in den Sand und steht aufrechter. Zum Schluss noch mit den Füßen das Loch zuschütten und etwas fest treten. Oberteil des Schirms befestigen. Fertig!

Wenn das Strandgepäck zu schwer ist

23. Getränke als Kühlelemente

Deutlich Gewicht kann sparen, wer auf Kühlakkus und Eiswürfel verzichtet. Stattdessen kann man Getränke einfrieren, die ohnehin am Strand gebraucht werden. Falls die PET-Getränkeflaschen vollständig durchgefroren sind, darf natürlich die erste Flasche nicht in einer Kühltasche transportiert werden. So taut sie schneller (Aber bitte in einer Plastiktüte transportieren, wegen des Kondenswassers). Vorsicht bei kohlensäurehaltigen Getränken! Nach der Einfrier- und Auftauprozedur entweicht beim ersten Öffnen enorm viel Kohlensäure.

24. Slushies zum Kühlen und Naschen

Speiseeis ist übrigens auch hervorragend als Kühlelement geeignet. Noch besser, da sie ruhig antauen dürfen, sind selbstgemachte Slushies. Dazu friert man einfach Capri-Sonnen für einige Stunden ein, nimmt sie samt Löffel und Schere mit an den Strand, oben aufschneiden und den Slushy auslöffeln.

25. Pizzaservice

Wer nicht nur zu faul zum Taschen schleppen, sondern auch zu faul zum Brote schmieren ist, nimmt statt Proviant einfach etwas Geld für den lokalen Strandimbiss mit. Und auch an Stränden, wo das gastronomische Angebot fehlt, kann man sich i.d.R. problemlos eine Pizza liefern lassen.

26. Schlitten am Strand

Nun noch der kreativste unter den Life-Hacks der Strandlogistik: Strandtasche, Kühlbox, Kinderspielzeug u.v.m. können auf einem Schlitten bequem durch den Sand gezogen werden. Man sollte aber in direkter Strandnähe parken, da der Schlitten i.d.R. bis dorthin noch getragen werden muss.

27. Handliche Kühltasche

Mit mehreren Litern gefrorener Getränke im Gepäck sind übrigens die sperrigen Kühlboxen aus Hartplastik überflüssig. Ideal zum leichten Transport sind die etwas kleineren Kühltaschen aus Stoff, mit schlechterer Isolation aber dafür einigen 0,5 l Flaschen als Kühlelement und gleichzeitig als Getränk.

Wenn die Brandung zu stark für Kinder ist

28. Planschbecken

Eine praktische und sichere Bademöglichkeit für Kleinkinder am Strand ist ein aufblasbares Planschbecken. Bedenken sollte man nur, dass auch eine Pumpe und ein Eimer zum Befüllen mitgenommen werden müssen.

29. Pool mit Duschvorhang bauen

Noch gepäckschonender ist die Idee mit dem Duschvorhang. Er wird wie eine Teichfolie über einer Grube aus Sand ausgebreitet. Dann nur noch Wasser reinfüllen und fertig ist der Kinder-Pool.

Wenn die Lebensmittel warm werden

30. Die nasse Socke

Keine Kühltasche dabei? Dann kann man trotzdem mit einfachen Mitteln an einen kühlen Drink kommen. Und zwar mit einer nassen Socke. Richtig – sie wird über eine Getränkeflasche gestülpt und erzeugt Verdunstungskälte. Man hängt die Sockenflasche am besten im Wind auf, um sie vor Sand zu schützen und noch mehr Kühleffekt zu erzeugen.

31. Thermoskanne als Getränkekühler

Und noch ein Tipp für Strandgänger ohne Kühltasche: Mit einer Thermoskanne bleiben die Getränke sehr viel länger kalt. Nur für kohlensäurehaltige Getränke sollte eine spezielle Kühlflasche für den Sportbedarf verwendet werden. Gewöhnliche Thermoskannen halten i.d.R. nicht dicht, wenn Druck entsteht.

Wenn das Handtuch zu unbequem ist

32. Kissen im Handtuch

Mit einem Kissen im Handtuch eingenäht liegt man bequem, wie im eigenen Bett. Wenn man ein Handtuch zerschneidet, kann man sich daraus leicht eine Tasche auf ein zweites Handtuch nähen. Darin lässt sich dann ein kleines Kopfkissen platzieren. Sieht ganz nett aus. Möglicherweise reicht es aber auch, das Kissen lose auf das Handtuch zu legen…

Wenn du noch mehr Tipps willst

33. Sonnenbrille als Handyhalter

Beim Video anschauen auf dem Smartphone wird die Hand schwer? Gut, dass man am Strand meist eine Sonnenbrille dabei hat. Die legt man einfach zugeklappt auf Oberkante der Gläser und Bügel – das ergibt einen super Handyhalter! Bei Bedarf kann man die Sandoberfläche unter dem Handtuch noch etwas anpassen, um das Ganze besser auszurichten.

34. Neckholder umfunktionieren

Wenn der Nacken vom Neckholder-Bikini schmerzt hilft dieser geniale Trick: Die oberen Träger werden so mit den unteren verknotet, dass die Belastung nun auf den Schultern liegt. Hier geht’s zur Anleitung.

35. Powerbank für den Strand

Wer am Strand die Steckdosen, zum Laden seines Handys vermisst, kann sich mit einer Powerbank behelfen. Diejenigen, die auch gerne mal draußen übernachten, sollten über die Solar-Variante nachdenken. Für alle anderen ist auch die normale Powerbank perfekt geeignet, um am Strand das Handy zu laden.

36. Strand sauber halten

Und zu guter Letzt kommt kein genialer Life-Hack, sondern ein schnöder Hinweis für’s packen der Standtasche (weil’s leider so oft vergessen wird): Bitte eine Mülltüte für die eigenen Strandabfälle einstecken!